Ökumenische Bibelwoche in Burgsteinfurt mit Pater Dr. Daniel Hörnemann
Wenn Verse zu Freunden werden

Burgsteinfurt -

Mit seinem Vortrag „Ein Angebot zum Neubeginn. Die große Rede des Mose im Buch Deuteronomium“ hat Pater Dr. Daniel Hörnemann aus der Benediktiner-Abtei Gerleve am Montag die Ökumenische Bibelwoche in Burgsteinfurt eröffnet.

Donnerstag, 06.02.2020, 17:29 Uhr aktualisiert: 09.02.2020, 15:07 Uhr
Rund 45 Frauen und Männer waren ins Nepomuk-Forum gekommen, wo Beneditiner-Pater Dr. Daniel Hörnemann in die Ökumenische Bibelwoche und das 5. Buch Mose einführte.
Rund 45 Frauen und Männer waren ins Nepomuk-Forum gekommen, wo Beneditiner-Pater Dr. Daniel Hörnemann in die Ökumenische Bibelwoche und das 5. Buch Mose einführte. Foto: Gröninger

Mit seinem Vortrag „Ein Angebot zum Neubeginn. Die große Rede des Mose im Buch Deuteronomium“ hat Pater Dr. Daniel Hörnemann aus der Benediktiner-Abtei Gerleve am Montag die Ökumenische Bibelwoche in Burgsteinfurt eröffnet. 45 Zuhörer waren ins Nepomuk-Forum gekommen, um etwas über den Aufbau, die Themen und die Theologie des 5. Buchs Mose, das in der Bibelwoche in Auszügen gelesen und besprochen wird, zu erfahren.

Wesentlich für dieses in der jüdischen, evangelischen und katholischen Tradition unterschiedlich benannte Buch ist die Erinnerung an das Exodus-Ereignis. Es enthält unter anderem die Zehn Gebote (Kapitel 5, Verse 6-21), den Beginn des jüdischen Glaubensbekenntnisses (6, 4-9) und das ausdrückliche Gebot, die Fremden zu lieben, weil das Volk selbst fremd in Ägypten gewesen ist. (10, 19). Die Erinnerung an die Befreiung aus der Sklaverei, an den mit Gott geschlossenen Bund und an seine Weisungen bildet die Grundlage für eine gesegnete Zukunft. So beinhaltet das Buch Deuteronomium als Ganzes und in vielen Detailanweisungen das Angebot, „das Leben zu wählen“ (30, 19) und es in Treue zu Gott, Dankbarkeit und Mitmenschlichkeit gelingen zu lassen.

Pater Hörnemann ermunterte zur Lektüre und bemerkte, dass dabei manche Verse zu „Freunden“ werden, andere wiederum eher irritieren würden. Der Referent wies auf die Notwendigkeit der Übersetzung biblischer Texte in die Gegenwart und die Unangemessenheit eines wortwörtlichen Verständnisses hin. Er mahnte im Hinblick auf die Schriftlesungen in der Liturgie an, die Gemeinde mit zum Teil sehr aus dem Zusammenhang gerissenen Abschnitten nicht allein zu lassen, und sprach sich für Erläuterungen zur Einordnung biblischer Texte aus. So gelang es dem Referenten, Spannung und Vorfreude auf die Texte des Buches Deuteronomium zu wecken, so dass sich die Anwesenden auf die Suche nach echten „Freunden“ unter den Versen begeben können, berichtet Agnes Gröninger aus der St. Nikomedes-Gemeinde über den Abend.

Nach einer Filmvorführung am Mittwoch, einer, von den Kirchenchören vorbereiteten Taizé-Andacht am Donnerstag findet am heutigen Freitag (7. Februar) ein Seniorennachmittag im Evangelischen Gemeindezentrum, Flintenstraße 9, statt. Pfarrer em. Bernhard Tietmeyer wird dort weitere Erläuterungen zum 5. Buch Mose geben. Beginn ist um 14.30 Uhr.

Am Samstag und Sonntag (8. und 9. Februar) wird es in den Gottesdiensten der Gemeinden einen Predigertausch geben. Nach einer Orgelmatinee um 11.15 Uhr Uhr in der evangelischen Kleinen Kirche bildet am Sonntag ein gemeinsames Mittagessen im Nepomuk-Forum den Abschluss der Woche. Aufgetischt wird dort ab 12 Uhr.

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