Verzögerung beim Breitbandausbau
Warten auf das schnelle Internet

Steinfurt -

Das schnelle Internet in den Steinfurter Bauerschaften lässt weiter auf sich warten. Das von Land und Bund zugesagte Geld für den Breitbandausbau fehlt. Wie die städtische Wirtschaftsförderin Debbie Kattenbeck auf Anfrage erklärte, ist der endgültige Förderbescheid für den Millionenauftrag noch nicht eingegangen.

Donnerstag, 13.02.2020, 18:24 Uhr aktualisiert: 14.02.2020, 17:06 Uhr
Bis die Glasfaserleitungen in den Außenbezirken von Steinfurt liegen, wird es noch ein bisschen dauern. Im Rathaus wartet man auf den endgültigen Förderbescheid.
Bis die Glasfaserleitungen in den Außenbezirken von Steinfurt liegen, wird es noch ein bisschen dauern. Im Rathaus wartet man auf den endgültigen Förderbescheid. Foto: Wilhelm Schmitte

Wann der erste Spatenstich für den Anschluss der Außenbezirke jetzt erfolgen wird, kann sie darum im Augenblick noch nicht abschätzen.

Die Verzögerung begründet Debbie Kattenbeck mit „veränderten Datensätzen“ die der Bezuschussung zugrunde liegen. So sollten ursprünglich 660 Haushalte in den Genuss der Glasfasertechnik kommen. „Einige Provider“, so Kattenbeck, haben aber ihre Versprechen nicht gehalten.“ Sprich: Die Anbieter können bei 80 weiteren Kunden keine 30-Mbit-Verbindungen bieten. Somit können auch diese Haushalte in das Glasfaserprogramm aufgenommen werden. Folge: Sie müssen in die Rahmenbedingungen für die Förderung eingearbeitet werden.

„Dafür ist aber keine erneute Ausschreibung notwendig“, betont die Wirtschaftsförderin. Das Unternehmen, das das Projekt in der Kreisstadt realisieren soll, steht fest, wurde in nichtöffentlicher Sitzung von der Politik bereits beauftragt. Sie ist darum optimistisch, dass es keine allzu großen Verzögerungen in Steinfurt gibt. Wenn alles glatt läuft, könnte der endgültige Förderbescheid noch im ersten Quartal im Rathaus eintreffen.

Liegt er vor, wäre der nächste Schritt, wie in vielen Nachbargemeinden bereits erfolgt, „auf die Bürger zuzugehen“, so Kattenbeck. Das heißt, dann würden Informationsveranstaltungen durchgeführt, um das Projekt detailliert vorzustellen. Insgesamt sollen in Steinfurt rund elf Millionen Euro verbaut werden.

„Wir wären natürlich auch gerne schon gestartet“, bedauert Debbie Kattenbeck. Sie weiß: Langsames Internet ist mittlerweile eine „Riesen-Lebenseinschränkung“. Immer mehr Schüler seien auf eine schnelle Internetverbindung angewiesen, ganz zu schweigen von den Annehmlichkeiten, die Streamingdienste wie Netflix oder die Mediatheken der bekannten Fernsehsender mittlerweile bieten.

In der Nachbargemeinde Nordwalde findet der erste Spatenstich am 6. März statt. Dort können über 400 Haushalte angeschlossen werden.

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