Im Rathaus wird der Architektenwettbewerb für das Websaal-Gelände vorbereitet
Viele Interessen müssen unter einen Hut

Borghorst -

Während das Websaalgelände seinen Dornröschenschlaf schläft, wird in Luftlinie 200 Meter entfernt „stramm dran gearbeitet“, so Stefan Albers als zuständiger Fachdienstleiter im Rathaus, dass sich auf dem 25 000-Quadratmeter-Areal schon bald was bewegt. Bevor die letzten Ruinen aus der glorreichen Kock-Texilära beiseitegeräumt werden können, muss eine Planung her, die die Interessen aller Beteiligten unter einen Hut bekommt.

Freitag, 14.02.2020, 17:28 Uhr aktualisiert: 16.02.2020, 17:54 Uhr
Das Websaal-Gelände schläft seinen Dornröschenschlaf. Derweil wird im Rathaus daran gearbeitet, dass das Areal möglichst schnell bebaut werden kann.
Das Websaal-Gelände schläft seinen Dornröschenschlaf. Derweil wird im Rathaus daran gearbeitet, dass das Areal möglichst schnell bebaut werden kann. Foto: Axel Roll

Dafür bereiten Albers und seine Kollegen gerade einen sogenannten städtebaulichen Qualifizierungswettbewerb vor, bei dem ausgewählte Architekten ihre Ideen zum Weberquartier zu Papier bringen und einer Jury zur Bewertung vorlegen.

„Der Rat hat den Wettbewerb beschlossen, also setzen wir den jetzt auch um“, so der Fachdienstleiter für Stadtplanung und Bauordnung. Wann der Auslobungstext an die Architekten verschickt wird, kann Albers allerdings noch nicht sagen. Nur so viel: „Natürlich möglichst kurzfristig.“ Schließlich hat nicht zuletzt der Investor, das ist die IGP-Gruppe aus Berlin, ein Interesse daran, möglichst schnell zu bauen.

Es sind aber noch eine Vielzahl von Detailfragen zu klären, so der Fachdienstleiter. Das beginnt beim Raumprogramm, das auf dem Gelände Platz finden soll und hört bei der Besetzung der Jury für den Architektenwettbewerb auf.

Stefan Albers ist gerade damit beschäftigt, die Interessen der an der Planung Beteiligten zusammenzutragen. Das ist beileibe nicht nur der Investor. Das Krankenhaus möchte bekanntlich eine Reha-Klinik für die im UKM-Marienhospital zuvor behandelten Patienten betreiben. Der Caritasverband liebäugelt mit einer weiteren Pflegeeinrichtung. Der Rest der Fläche soll neuen Wohnraum für Borghorst bieten. Das Ganze hat zumindest schon einen wohlklingenden Namen: Gesundheitscampus. Und die Politik hat ein Auge auf die Planung, damit an dieser exponierten Stelle auch ein städtebaulich ansprechendes Quartier und keine Betonwüste entsteht.

Die IGP-Projekt GmbH hatte im November die Industriebrache, die zuvor noch zur Insolvenzmasse von Arnold Kock zählte, gekauft. Der Unterschrift unter den Kaufvertrag war ein jahrelanges Hin und Her zwischen Rat und verschiedenen Investoren sowie den Eigentümern vorausgegangen. Dabei hat die Stadt nicht nur aus städtebaulicher Sicht ein Interesse an der Entwicklung der Industriebrache. Sie musste für den Abriss der baufälligen Werkshallen rund 600 000 Euro vorstrecken, die die IGP-Gruppe jetzt wieder zurückzahlt.

Die IGP hat Firmensitze in Düsseldorf, München, Hamburg und Berlin. Seit 20 Jahren entwickelt das Unternehmen Immobilienprojekte, darunter Wohn-, Industrie- und Büroquartiere, aber auch Schulen und öffentliche Gebäude. Zum Teil auch im Ausland, wie zum Beispiel in Dubai.

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