Kreispolizeibehörde veröffentlicht Unfallstatistik 2019 für die Kreisstadt
Steinfurts Straßen sind sicherer geworden

Steinfurt -

Die Zahl der Verkehrsunfälle in der Kreisstadt ist im vergangenen Jahr rückläufig gewesen: 1083 Mal, so weist die am Dienstag veröffentlichte Unfallstatistik der Kreispolizeibehörde aus, hat es 2019 auf den Straßen Borghorsts und Burgsteinfurts gekracht. Im Jahr davor waren noch 1202 Unfälle registriert worden.

Mittwoch, 26.02.2020, 15:50 Uhr aktualisiert: 27.02.2020, 09:42 Uhr
Die Unfallzahlen waren 2019 in der Kreisstadt rückläufig. Insgesamt krachte es auf den Straßen von Burgsteinfurt und Borghorst jedoch noch über 1000 Mal.
Die Unfallzahlen waren 2019 in der Kreisstadt rückläufig. Insgesamt krachte es auf den Straßen von Burgsteinfurt und Borghorst jedoch noch über 1000 Mal. Foto: Jens Keblat

Die Zahl der Verkehrsunfälle in der Kreisstadt ist im vergangenen Jahr rückläufig gewesen: 1083 Mal, so weist die am Dienstag veröffentlichte Unfallstatistik der Kreispolizeibehörde aus, hat es 2019 auf den Straßen Borghorsts und Burgsteinfurts gekracht. Im Jahr davor waren noch 1202 Unfälle registriert worden. Positiv zudem: Auch die Zahl der Crashs, bei denen Personen zu Schaden kamen, verringerte sich: 149 Fälle im Jahr 2019 stehen 155 im Jahr zuvor gegenüber. Dabei wurden 180 Personen verletzt (2018: 204). Schlussendlich gab es zuletzt auch weniger Tote im Straßenverkehr zu beklagen: Die Statistik für 2019 weist in Steinfurt einen Fall aus, 2018 registrierte die Polizei drei getötete Menschen.

Trotz weiter deutlich zunehmenden Autoverkehrs liegt die Kreisstadt damit im Trend des gesamten Kreises. Dort gab es 2019 im Vergleich zum Vorjahr einen Rückgang der Unfälle um rund 4,8 Prozent. Im Zuständigkeitsbereich der Wache Steinfurt/Ochtrup betrug der Rückgang sogar 7,63 Prozent.

Ein Kommunalvergleich der Entwicklung der Unfallzahlen lässt sich über die so genannte Verunglückten-Häufigkeitszahl (VHZ) herstellen. Es handelt sich um einen fiktiven Wert, bei dem die Häufigkeit der Verunglückten auf 100 000 Einwohner hochgerechnet wird. War die Kreisstadt 2018 mit einer VHZ von 610,3 noch negativer Spitzenreiter unter allen Kreiskommunen, so rangiert sie ein Jahr später auf Platz vier (563,4). Kreisweit gefährlichstes Pflaster ist nunmehr die Stadt Horstmar, für die eine Verunglücktenhäufigkeitszahl von 610,6 ausgewiesen wird. Es folgen mit deutlichem Abstand Westerkappeln (563,4) und Emsdetten (533,2).

Die VHZ-Statistik weist auch unterschiedliche Altersgruppen aus: Die 22 Verkehrsunfallopfer in Steinfurt, die 2019 unter 15 Jahre alt waren (kreisweiter Spitzenwert), münden in einer entsprechen hohe VHZ von 445,43. Nur wiederum in Horstmar (566,89) und in Saerbeck (447,63) waren die Werte schlechter. Auch Steinfurter, die 65 Jahre oder älter sind, waren 2019 überdurchschnittlich oft in einen Unfall verwickelt: 35 Mal registrierte die Polizei einen solchen Fall, was sich in einer VHZ von 507,03 niederschlägt. Schlechter schnitt lediglich Neuenkirchen mit 523,95 ab.

Kreisweit gilt das Nichtbeachten der Vorfahrt als Unfallursache Nummer eins, gefolgt von Fehlern beim Abbiegen oder Wenden und Alkohol am Steuer. Dieser Tatbestand hat 2019 die „unangepasste Geschwindigkeit“ als Unfallursache auf Platz vier verdrängt.

 

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