Arbeiten auf dem Bewegungspark-Gelände an der Liedekerker Straße schreiten voran
25 Bäume und 500 Kleingehölze

Steinfurt -

In Corona-Zeiten scheinen Projekte wie der Bewegungspark an der Liedekerker Straße nachrangig. Angesichts von Kontaktverboten und drohender Ausgangssperren ist ihre Nutzbarkeit auf ungewisse Zeit fraglich. Vera Menzel und ihr Mann Frank, die zu den Hauptinitiatoren des künftigen Treffpunkts der Generationen in Burgsteinfurt gehören, denken jedoch einen Schritt weiter. Denn sie wissen: Irgendwann wird die Epidemie überwunden sein und der Park seinen Zweck erfüllen können. So lässt sich auch die Motivation für die Baumpflanzaktion auf dem Gelände vom vergangenen Samstag erklären.

Dienstag, 24.03.2020, 16:42 Uhr aktualisiert: 24.03.2020, 17:34 Uhr
Gärtnerfamilie Menzel in Aktion: Am vergangenen Samstag pflanzten Vera und Frank Menzel zusammen mit ihren Kindern Bäume und Gehölze im neuen Bewegungspark an.
Gärtnerfamilie Menzel in Aktion: Am vergangenen Samstag pflanzten Vera und Frank Menzel zusammen mit ihren Kindern Bäume und Gehölze im neuen Bewegungspark an. Foto: privat

In Corona-Zeiten scheinen Projekte wie der Bewegungspark an der Liedekerker Straße nachrangig. Angesichts von Kontaktverboten und drohender Ausgangssperren ist ihre Nutzbarkeit auf ungewisse Zeit fraglich. Vera Menzel und ihr Mann Frank, die zu den Hauptinitiatoren des künftigen Treffpunkts der Generationen in Burgsteinfurt gehören, denken jedoch einen Schritt weiter. Denn sie wissen: Irgendwann wird die Epidemie überwunden sein und der Park seinen Zweck erfüllen können. So lässt sich auch die Motivation für die Baumpflanzaktion auf dem Gelände vom vergangenen Samstag erklären.

Eigentlich sollte es eine großangelegte Aktion mit der Beteiligung vieler Helfer werden. Doch Corona zog einen dicken Strich durch diese Rechnung. Also machten sich die Menzels, unterstützt von ihren Kindern, selbst ans Werk. „Schließlich ist jetzt Pflanzzeit, die Natur wartet nicht“, weiß Vera Menzel. Mit zwei Minibaggern startete die Familie mit dem grünen Daumen um 8 Uhr vor Ort ihre Aktion – unterstützt durch Klimaschutzpreisträgerin Ina Helker und deren Vater Andreas, die sich coronakonform stets in gebührendem Abstand zu den Menzels hielten. Sage und schreibe 25 Bäume und 500 Kleingehölze setzte die kleine Gemeinschaft bis in den späten Nachmittag an ihre vorgesehenen Stellen – eine stramme Leistung. „Die Baumpflanzung war angesichts von stattlichen Bäumen in einer Größenordnung von fünf Metern oder mehr nur mit Minibaggern möglich“, berichtet Vera Menzel. Bei den Gehölzen nahm schon die schiere Masse einige Zeit in Anspruch.

Ausgewählt worden war die Bepflanzung nach den Vorgaben der Stadt, die nach der Freigabe des Bewegungsparks über den Baubetriebshof auch die Pflegearbeiten übernimmt. Geachtet worden war auf Klimaresistenz ebenso wie auf Vogel- und Insektenfreundlichkeit. Bei den Bäumen wurden Arten wie Eiche, Erle, Tulpenbaum oder – exotischer – sogenannte Lederhülsenbäume ausgesucht. Bei den Gehölzen waren es zum Beispiel Haselnuss oder Eberesche. Angeschafft worden waren die Pflanzen zu einem Großteil über Spenden Privater wie auch Unternehmer.

Vera Menzel geht zusammen mit dem Auftraggeber Stadtjugendring davon aus, dass der Zeitplan trotz der Corona-Krise nicht allzu sehr aus den Fugen gerät. „Die Bauphase geht weiter, wir wollen im Mai fertig sein“, kündigt die Diplom-Ingenieurin Garten- und Landschaftsbau an. Aufwendigster Posten sei die Aufstellung der Spielgeräte.

Insgesamt werden in den Bewegungspark rund 142 000 Euro investiert. Knapp 75 000 kommen aus der Leader-Förderung „Integrierte ländliche Entwicklung“, 25 000 sind Mittel, die die gemeinnützige Stiftung des Kreises Steinfurt zur Verfügung stellt. Der Rest setzt sich aus Eigenmitteln und Spenden zusammen.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7341751?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F105%2F186%2F
Nachrichten-Ticker