Niels Heermann ist neuer Fachdienstleiter Tiefbau im Rathaus
„Ich bin gerne hier“

Steinfurt -

Hans Schröder, Technischer Beigeordneter, ist froh, dass eine wichtige Führungsposition in seinem Dezernat wieder besetzt ist. Dafür sorgt Niels Heermann, der den Posten des Fachdienstleiters Tiefbau antritt. Der 45-Jährige ist gerne in Steinfurt. Dabei war der Start in der neuen Umgebung kein einfacher.

Montag, 27.04.2020, 16:04 Uhr aktualisiert: 28.04.2020, 14:46 Uhr
Niels Heermann (l.) ist der neue Fachdienstleiter Tiefbau. Technischer Beigeordneter Hans Schröder ist froh, dass die Stelle endlich wieder besetzt ist.
Niels Heermann (l.) ist der neue Fachdienstleiter Tiefbau. Technischer Beigeordneter Hans Schröder ist froh, dass die Stelle endlich wieder besetzt ist. Foto: Axel Roll

Den Schreibtisch, den Niels Heermann übernommen hat, war ein aufgeräumter. Dabei war er fast ein Jahr verwaist. Die Kollegen hätten also genug Zeit gehabt, alle ungeliebten Vorgänge erst einmal auf dem Platz des Fachdienstleiters Tiefbau abzuladen. Haben sie aber nicht. Ganz im Gegenteil. „Wir sind auf Stand“, sagt Hans Schröder . Der Technische Beigeordnete ist aber trotzdem froh, dass die wichtige Führungsposition in seinem Dezernat nach dem Weggang von Wolfgang Spille endlich wieder besetzt ist. Und der neue Mann Niels Heermann ist sich nach den ersten vier Wochen im Steinfurter Rathaus ziemlich sicher: „Das ist für mich die absolute Traumstelle und soll daher eine langfristige Angelegenheit werden.“

Der 45-jährige Straßen- und Tiefbauingenieur kennt die Arbeit einer Verwaltung. Achteinhalb Jahre war der gebürtige Gütersloher in Warendorf eine Hierarchiestufe tiefer als Teamleiter im dortigen Rathaus tätig. Zuvor managte er diesen Bereich in Bad Honnef, davor war er vier Jahre in der freien Wirtschaft unterwegs. Niels Heermann ist daher überzeugt: „Ich glaube, ich weiß, was mich in Steinfurt erwartet.“

Stichwort erwarten. Sein Vorgesetzter Hans Schröder erwartet von einem Fachdienstleiter Tiefbau eine ganze Menge. Auf dem DIN-A-2-Bogen vor ihm malt er eine lange Kästchenreihe auf, jedes gefüllt mit einem Arbeitsfeld, für das Niels Heermann Verantwortung zeigt: Straßenbau, Kanalbau, Straßenbeleuchtung, Gebühren- und Beitragswesen, Sportstätten, Friedhöfe, Grün, Abfall.

Heermann ist davor nicht bange. „Ich habe im Laufe meines bisherigen Berufslebens viele Bereiche kennengelernt, würde mich deswegen auch als Allrounder bezeichnen.“ Gleichwohl gebe es natürlich Themenfelder, in die er sich noch hineinfuchsen müsse. Zumal, darauf legt Hans Schröder wert, die Führungsposition auch strategisch angelegt ist. Der Baudezernent hat dabei an erster Stelle die Klimaoffensive im Auge, die in Steinfurt auf viele der eben aufgezählten Aufgabenfelder Auswirkungen haben wird. Der Technische Beigeordnete: „So streben wir zum Beispiel eine neue Art der Mobilität an.“

Ein weiteres wichtiges Stichwort ist die Digitalisierung. Im Steinfurter Untergrund sieht Schröder die Stadt schon ganz gut aufgestellt. „Da machen wir seit Jahren sehr gute Arbeit.“ Die meisten Kanäle im Stadtgebiet sind bereits digital erfasst. Was allerdings nicht für die Straßen gilt. Diese Datenerfassung wird erforderlich, wenn die Stadt durch die geänderten Vorgaben bei den Straßenausbaubeiträgen zur Entlastung der Bürger Zuschüsse beim Land beantragen möchte. Generell schwebt dem Technischen Beigeordneten vor, nicht die einzelnen Straßen für Ausbauplanungen in den Fokus zu nehmen, sondern gleich das ganze Quartier.

Niels Heermann ist Steinfurt nicht ganz fremd. Er wohnt mit seiner Frau und seinen beiden Söhnen, zehn und 14 Jahre alt, in Roxel und hat hier in Steinfurt Freunde. „Außerdem habe ich mich in den vergangenen Wochen in der Stadt schon umgesehen und bin durch die Kollegen in die wichtigen Themen eingearbeitet worden.“

Das Bagno gefällt dem neuen Fachdienstleiter natürlich besonders gut. Der 45-Jährige sieht es aber auch als seine Aufgabe an, zusammen mit Verwaltung und Politik beide Ortsteile noch attraktiver zu gestalten. Bei den Plätzen in Borghorst und Burgsteinfurt zum Beispiel sieht Hans Schröder noch Luft nach oben.

Der Start in Steinfurt war für Niels Heermann kein einfacher. Das Coronavirus hat nicht nur einen normalen Einstand im Kollegenkreis verhindert, auch die persönlichen Kontakte im Rathaus minimieren sich in diesen Tagen auf ein Mindestmaß. Stattdessen gibt es mehr Telefonate und Videokonferenzen. Aber auch das kann dem neuen Fachdienstleiter seine Perspektiven nicht trüben: „Ich bin gerne hier.“

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