„McAirlaid‘s“ erschließt neue Geschäftsfelder
35 Millionen Masken pro Jahr

Borghorst -

Mit dem Ausbruch der Corona-Pandemie machte sich Alexander Maksimow Gedanken darüber, wie er seine Mitarbeiter im US-amerikanischen Rocky Mount im Bundesstaat Virginia vor dem Virus schützen könne. Der erste Schritt war der Abschluss einer in den USA längst nicht selbstverständlichen Krankenversicherung. Schritt zwei: persönliche Schutzkleidung. Dazu zählen bekanntlich Schutzmasken, die aber schwer zu bekommen waren und teilweise immer noch sind. Was lag da näher, als die weltweit gefragten Hygieneartikel selbst zu produzieren?

Sonntag, 03.05.2020, 15:38 Uhr aktualisiert: 04.05.2020, 14:48 Uhr
Einfach und preiswert sind die Schutzmasken, die das Borghorster Unternehmen McAirlaid‘s für den lokalen Markt in Steinfurt jetzt entwickelt hat.
Einfach und preiswert sind die Schutzmasken, die das Borghorster Unternehmen McAirlaid‘s für den lokalen Markt in Steinfurt jetzt entwickelt hat. Foto: Axel Roll

 

Der Borghorster Unternehmer kommt vom Fach. Seine Firma „McAirlaid’s“ ist Spezialist für Vliesstoffe, die in Supermarkt-Verpackungen Fleisch und Obst trocken halten, aber auch im Hygienebereich bei Bett- und Wundauflagen, Geburts- und OP-Matten, Inkontinenz-Produkten oder besonders umweltfreundlichen Zigarettenfiltern Anwendung finden. Der Rohstoff ist also vorhanden, was fehlte, war eine Produktionsmaschine. „Ende Juni, Anfang Juli wird sie in unserem Betrieb in Berlingerode laufen“, erläuterte der McAirlaid’s-Geschäftsführer. Am Ende sollen es rund 35 Millionen Masken jährlich werden. Sie werden für den Einsatz bei Operationen geeignet sein.

In der Zwischenzeit, und um „lokal ein Zeichen zu setzen“, wie Alexander Maksimow betont, hat das Unternehmen einen simplen Mund- und Nasenschutz entwickelt, der mit einfachen Mitteln und damit für kleines Geld die Steinfurter durch die Krise begleiten soll. Links und rechts ein Gummiband, in der Mitte weicher Zellstoff, das ist es schon. Beim Vertrieb vor Ort hilft Apotheker Dr. Werner Gajewski: Ende der Woche sollen die Zellstoffmasken in den Allesgut-, der Bauhaus- und auch der Katharinen-Apotheke angeboten werden.

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