Planungen für Wirtschaftsweg aus dem Verfahren genommen
K 76n: Stadt ist jetzt raus

Burgsteinfurt -

Über die Jahre ist aus dem Interessenkonflikt ein dicker Knoten gordischen Ausmaßes geworden, dessen Entwirrung noch Jahre dauern wird, wie Stefan Albers als Fachdienstleiter Stadtplanung schätzt. Er geht davon aus, wie er am Donnerstag vor der Politik sagte, dass noch „zwei bis drei Jahre“ ins Land gehen werden, bis das Oberverwaltungsgericht in Münster endgültiges Recht gesprochen hat. Es geht um die höchst umstrittene K 76n, die einmal die Burgsteinfurter Innenstadt entlasten und die Fachhochschule sowie den Sonnenschein verkehrlich besser anbinden soll.

Sonntag, 03.05.2020, 15:38 Uhr aktualisiert: 04.05.2020, 14:48 Uhr
Der Campus der Steinfurter Fachhochschule – hier ein Archivfoto aus einem der Hörsäle – soll durch den Bau der K 76n besser verkehrlich angebunden werden. Die Stadt hat sich jetzt aus dem Planfeststellungsverfahren verabschiedet.
Der Campus der Steinfurter Fachhochschule – hier ein Archivfoto aus einem der Hörsäle – soll durch den Bau der K 76n besser verkehrlich angebunden werden. Die Stadt hat sich jetzt aus dem Planfeststellungsverfahren verabschiedet. Foto: FH

 

Die Stadt hat jetzt ihren Beitrag dazu geleistet, die juristischen Verwicklungen ein wenig zu entzerren. Sie hat sich offiziell aus dem Verfahren verabschiedet, war sie bislang doch durch einen Wirtschaftsweg, der im Zuge des Umgehungsstraßenbaus angelegt werden sollte, am Planfeststellungsverfahren beteiligt.

Durch den Weg sollten die Felder entlang der neuen Trasse angebunden werden, da der verlängerte Flögemannsesch bei einem Umgehungsstraßenbau nicht mehr zur Verfügung stehen würde.

Über diesen Wirtschaftsweg entbrannte der noch nicht beendete juristische Streit, bei dem sich die Landwirte, die ihren Grund und Boden für die Straße zur Verfügung stellen sollen sowie der Kreis als Bauherr und die Bezirksregierung gegenüberstehen. Der kleine Weg war bislang Teil des Planfeststellungsverfahrens, was den Beschluss dazu rechtlich angreifbar macht. Darum hat die Stadt die Planungen für den Wirtschaftsweg jetzt aus dem Verfahren genommen und hofft dadurch, die Bedenken der Richter ausgeräumt zu haben.

Das Verwaltungsgericht hatte deswegen im vergangenen Jahr das Verfahren auf Eis gelegt. Gegen den Baustopp hatten Land, Kreis und Stadt Beschwerde beim OVG eingelegt. Endgültige Entscheidungen stehen bei beiden Gerichten noch aus. Wie gesagt, bis der Knoten durchschlagen ist, kann es noch dauern.

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