„Welbergener Kreis“ stellt zum 50-jährigen Bestehen im Kloster Gravenhorst aus / Werke im Internet zu sehen
Ausstellung erwacht aus dem „Dornröschenschlaf“

Steinfurt -

Die Corona-Pandemie sorgte dafür, dass die Jubiläumsausstellung des „Welbergener Kreises“ nur wenig Besucher hatte. Doch jetzt in der letzten Woche hat das DA Kunsthaus Kloster Gravenhorst geöffnet. Außerdem kann die Ausstellung im Internet bewundert werden

Montag, 18.05.2020, 20:11 Uhr aktualisiert: 18.05.2020, 21:00 Uhr
„Letztes Jahr im Marienbad“ ist der Titel des Bildes von Heinrich von den Driesch, das bei der Jubiläumsausstellung zu sehen ist.
„Letztes Jahr im Marienbad“ ist der Titel des Bildes von Heinrich von den Driesch, das bei der Jubiläumsausstellung zu sehen ist. Foto: Jupp Ernst

Der „Welbergener Kreis“ feiert sein 50-jähriges Bestehen. Geplant war zu diesem Jubiläum eine große Gemeinschaftsausstellung im DA Kunsthaus Kloster Gravenhorst unter dem Titel „zwanzigzwanzig“, für die sich die 29 beteiligten Künstler aus der Region besonders ins Zeug gelegt haben.

Kaum sei die große, sehr facettenreiche Jubiläumsausstellung im Kloster Gravenhorst Anfang März feierlich eröffnet gewesen, habe sie wegen der Corona-Pandemie wenige Tage später ihre Pforten schon wieder schließen müssen, berichtet Martin Rehkopp , einer der beteiligten Künstler aus Steinfurt.

Lockerungen

Nach mehrwöchigem „Dornröschenschlaf“ sei die rund 250 Exponate umfassende Ausstellung nun seit dem 9. Mai wegen der Corona-Lockerungen endlich wieder geöffnet. Allerdings ende sie am Montag (25. Mai) schon wieder. Eine Option auf eine Verlängerung gebe es nicht, betont Rehkopp. Wer sich die Vielfalt der Künstler des „Welbergener Kreises“ nicht entgehen lassen will, kann die Ausstellung täglich bis Samstag (23. Mai) von 14 bis 18 Uhr und am Sonntag (24. Mai) von 11 bis 18 Uhr unter Einhaltung der derzeit geltenden Hygiene-Vorschriften anschauen.

Arbeiten von Heinrich von den Driesch, Jupp Ernst, Elke Fülling, Michael Lohmann, Martin Rehkopp und Bettina Sandhaus aus Steinfurt sowie von der Altenbergerin Jutta Bäumler-Beuing als auch von Günter Pfützenreuter aus Nordwalde sind im Kloster Gravenhorst unter anderem zu sehen. „In Steinfurt lebte und arbeitete auch ein Gründungsmitglied des Welbergener Kreises, Heinrich Neuy, dem in Borghorst ein Museum gewidmet ist“, berichtet Rehkopp.

Zeitgenössische Kunst

Auch die weiteren regionalen Künstler des „Welbergener Kreises“ zeigten eine abwechslungsreiche Bandbreite aktueller zeitgenössischer Kunst von der Malerei über Grafik, Zeichnung, Fotografie, Videokunst bis hin zu Installation und Skulptur, berichtet Rehkopp. Die Werke dieser Ausstellung seien zudem in einem umfangreichen Katalog dokumentiert.

„Mit dieser Jubiläumsausstellung haben sich die Mitglieder des Welbergener Kreises nicht nur sich selbst ein Geschenk gemacht, sondern sind wie in den vergangenen 50 Jahren erneut den Nachweis angetreten, dass professionell gestaltete zeitgenössische Kunst auch in der sogenannten Provinz sehr erfolgreich gedeiht“, heißt es in einer Pressemitteilung zu der Ausstellung. Ob diese Ausstellung zu einem späteren Zeitpunkt wiederholt werden kann, stehe derzeit noch nicht fest, erklärt Rehkopp.

Video

Besucher, die es nicht mehr schaffen sollten, diese Ausstellung zu besuchen, können im Internet an einem virtuellen Rundgang teilnehmen. Dort sind Szenen des Aufbaus zu sehen, die Vernissage und natürlich viele Werke.

Die Macher der Ausstellung hoffen, dass bis zum Wochenende noch möglichst viele Kunstinteressierte diese Ausstellung anschauen, aber auch, dass im weltweiten Netz den Künstlern Aufmerksamkeit zugute kommt. Insofern sei es dieser bemerkenswerten Ausstellung zu wünschen, dass sie trotz der Kürze der verbleibenden Zeit zu einem Publikumsmagneten wird, heißt es abschließend.

 

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