Fastenbrechen zum Ende des Ramadans
Zuckerfest in Steinfurt mit Parkchaos

Borghorst -

Um das Fastenbrechen zu feiern, kamen am Sonntagmorgen auf einem Sportplatz in Borghorst deutlich mehr Muslime zusammen als erwartet – das zog Probleme im Verkehrsraum rund um die Haselstiege nach sich. Dort gab es ein Park-Chaos.

Montag, 25.05.2020, 16:10 Uhr aktualisiert: 25.05.2020, 17:12 Uhr
Beim Fastenbrechen in Borghorst kamen mehr Leute als erwartet.
Beim Fastenbrechen in Borghorst kamen mehr Leute als erwartet. Foto: privat

Das Fest zum Fastenbrechen am Ende des Fastenmonats Ramadan, auch Zuckerfest genannt, gilt  unter Muslimen mit als höchster Feiertag. Auch in Steinfurt wird dieser begangen: Unter anderem im Ludwigshaus kamen die Gläubigen in den vergangenen Jahren unter Federführung des „Kulturzentrums Kosova“ mit Sitz in Emsdetten in den vergangenen Jahren immer wieder zusammen. Anders anno 2020: Wegen der  geltenden Corona-Kontaktbeschränkungen kam eine erneute Ausrichtung des Festes dort nicht infrage, berichtet Mergim Haxhijaj vom Kulturzentrum. Stattdessen wichen die Gebetsteilnehmer auf den Sportplatz an der Haselstiege in Borghorst aus.  „Bis zu 100“ Gläubige hatten sie dazu im Vorfeld beim Fachdienst Sicherheit und Ordnung im Rathaus angemeldet, berichtet Mitarbeiter Holger Brüggemann

Anlieger und Besucher des nahe gelegenen Friedhofs hatten am Sonntagmorgen indes einen anderen Eindruck. Zu der religiösen Veranstaltung, die gegen sechs Uhr morgens auf dem Sportplatz startete und um halb neun wieder beendet war, waren offensichtlich weit mehr Personen gekommen. „Die anliegenden Straßen waren komplett zugeparkt, das waren deutlich mehr als 100 Gäste“, betonte ein Besucher des nahen Friedhofs gegenüber dieser Zeitung (Name der Redaktion bekannt). Er hatte vergeblich nach einem Abstellplatz für seinen Wagen gesucht. Der Borghorster kritisiert, dass die Fahrzeuge, vielfach mit auswärtigen Kennzeichen bis aus dem Ruhrgebiet und teils noch darüber hinaus, fast durchweg im Parkverbot gestanden hätten. „Und vom Ordnungsamt war weit und breit nichts zu sehen.“

„Die Organisatoren hatten sich im Vorfeld bei uns gemeldet und genaue Angaben darüber gemacht, wie viele Personen sie erwarten“, sagt dazu Holger Brüggemann. Es habe auch mit Vertrauen zu tun, dass dieses Ankündigung auch eingehalten wird. Als Abstellgelände für Fahrzeuge sei der Parkplatz am Gymnasium vorgesehen gewesen. „Bei angekündigten bis zu 100 Personen hätte der in jedem Fall von der Kapazität her gereicht“, so Brüggemann.

Immerhin: Auf dem Sportplatz war offensichtlich trotz des großen Andrangs noch genügend Platz, um die coronabedingten bestehenden Abstandsgebote einzuhalten. „Wir haben genau darauf geachtet, dass die Besucher Mundschutz tragen und sich die Hände desinfizieren“, beteuert Organisator Haxhijaj.

Er bedauert, dass es Unannehmlichkeiten wegen Falschparkens in der Nachbarschaft gegeben habe. Man habe mit dem Andrang nicht gerechnet. Offenbar hatte sich die Kenntnis von der Veranstaltung, deren Einladung sich laut Haxhijaj auf Gläubige aus Steinfurt, Emsdetten und Umgebung bezog, in den sozialen Netzwerken auf weitere Kreise verbreitet. Wichtig sei den Organisatoren gewesen, dass das Gelände wieder so verlassen wird, wie es zuvor vorgefunden worden sei: nämlich sauber.

Die offensichtlichen Falschparker werden wohl ungeschoren davon kommen: „Im Nachhinein wird es schwer werden, diese zu ermitteln“, mutmaßt Brüggemann. „Und unsereins bekommt sofort ein Knöllchen, wenn er einmal entgegen der Fahrtrichtung am Straßenrand parkt“, sagt dazu kopfschüttelnd der Borghorster Friedhofsbesucher.

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