Planungsausschuss zeigt sich von Konzept des neuen Wohnquartiers Eichenallee in Borghorst angetan
„Plan ist ja grüner als die GAL“

Borghorst -

Die Pläne für das neue Wohnquartier an der Eichenallee sind im Planungssauschuss vorgestellt worden. In dem Baugebiet sollen auch sogenannte Kettenhäuser und einige Reihenhäuser entstehen, um auch einem Personenkreis mit geringerem Einkommen den Bau eines Eigenheims zu ermöglichen. Besonders Merkmal des Baugebietes sollen insbesondere viel Grünflächen und Bäume sein.

Mittwoch, 27.05.2020, 19:59 Uhr aktualisiert: 28.05.2020, 16:18 Uhr

Einhellige Zustimmung fand am Dienstag im Planungsausschuss das Konzept für das neue Wohnquartier Eichenallee. Architekt Josef Holthaus stellte den aktuellen Stand der Dinge für das neue Wohngebiet an der Altenberger Straße am Ortsausgang von Borghorst vor, auf das etliche Bauwillige mit Interesse schauen. Es soll die Grundlage für den Bebauungsplan bilden, der zurzeit in der Aufstellung befindlich ist. Investor ist der Burgsteinfurter Bauunternehmer Rainer Feldmann.

Durchmischung

Waren ursprünglich zuvorderst Ein- und Zweifamilienhäuser für private Häuslebauer vorgesehen, so soll die künftige Bebauung nunmehr verschiedene Nachfragen bedienen. So sollen sich im Baugebiet auch sogenannte Kettenhäuser und einige Reihenhäuser wiederfinden, um auch einem Personenkreis mit geringerem Einkommen den Bau eines Eigenheims zu ermöglichen, wie Holthaus dem Gremium erläuterte. Angedacht ist auch, geförderte Wohnungen anzubieten. Holthaus: „Wir wollen eine gute Durchmischung des Wohngebiets erreichen.“

Kinderspielplatz

Letztere sollen direkt entlang der Altenberger Straße entstehen und weisen laut Planung zwei Vollgeschosse plus zurückversetztes Staffelgeschoss aus. Es sollen In diesen Gebäuden jeweils vier bis fünf Wohneinheiten entstehen. Im hinteren Bereich schließt sich das Areal mit Ein- und Zweifamilienhausbebauung an.

Das Bebauungskonzept sieht knapp 60 Bauplätze vor, wobei die geplanten Grundstücksgrößen zwischen 170 (Reihenhaus) und rund 500 Quadratmeter (frei stehendes Einfamilienhaus) variieren. Nahe des Kuhlenbachs ist zudem ein Kinderspielplatz in der Planung.

Tempo 50

Charakteristisches Merkmal des rund 38000 Quadratmeter großen künftigen Wohngebiets ist dessen starke Durchgrünung. Die zahlreichen Grünflächen und Bäume, von denen viele schon vorhanden sind und erhalten werden, sollen durch begrünte Dächer ergänzt werden. Es soll im Bebauungsplan festgesetzt werden, dass die Anlage von so genannten Schottergärten und übermäßigen Pflasterungen auf den Grundstücken nicht zulässig ist. In der Sitzung pochte Ralf Howe-König von den Grünen darauf nochmals explizit.

Rainer Abeling (SPD) erachtete es als essenziell notwendig, dass die derzeit noch in diesem Bereich der Altenberger Straße geltende Tempo-70-Regelung auf 50 Stundenkilometer begrenzt werden müsse. Dazu sollte das Ortseingangsschild entsprechend versetzt werden. Es könne nicht sein, dass der straßennahe soziale Wohnungsbau als Lärmpuffer für die dahinter liegenden frei stehenden Ein- und Zweifamilienhäuser fungiere.

Keine Lärmschutzwand

Der Technische Beigeordnete Hans Schröder erklärte, dass man die Temporeduzierung im Auge habe und in dieser Sache auch schon mit der Bezirksregierung und Straßen.NRW in Kontakt sei. Der Bau eines Lärmschutzwalles oder einer -wand sei nicht geplant.

„Der Plan ist ja grüner als die GAL“, zeigte sich Gebhard Niehues angetan von dem Konzept, das sehr gut gelungen sei. Norbert Kerkhoff von der CDU erklärte, dass es wichtig sei, Abstellflächen nicht nur für Autos, sondern auch für Fahrräder zu schaffen.

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