Ärztlicher Leiter des Rettungsdienstes des Kreises warnt vor allzu großem Optimismus
„Dauerhaft mit Corona leben“

Steinfurt -

Auch wenn schon seit Wochen die Fallzahlen in Steinfurt tief im Keller sind – „wir werden dauerhaft mit Corona leben müssen“, warnt Dr. Karlheinz Fuchs vor allzu großem Optimismus. Der ärztliche Leiter des Rettungsdienstes im Kreis Steinfurt hat den Mitgliedern des Hauptausschusses die aktuelle Situation in den 24 Kommunen im Kreisgebiet erläutert. Danach kann von Entwarnung überhaupt keine Rede sein, ist das Mitglied des Krisenstabes im Kreishaus überzeugt.

Mittwoch, 17.06.2020, 17:10 Uhr
Ärztlicher Leiter des Rettungsdienstes des Kreises warnt vor allzu großem Optimismus: „Dauerhaft mit Corona leben“

 

Selbst wenn ein Impfstoff zügig gefunden werde, dauere es 18 bis 24 Monate, bis er flächendeckend eingesetzt worden sei. Und selbst dann sei das Thema wahrscheinlich immer noch nicht abgehakt: „Nach den neuesten Studien müssen wir davon ausgehen, dass die Menschen auch ein zweites oder drittes Mal erkranken können.“ Die Infektionsrate habe sich glücklicherweise deutlich verlangsamt. Vor diesem Hintergrund dauere es 15 Jahre, bis die Bevölkerung komplett durchseucht sei.

Derzeit habe der Krisenstab, in dem zu Hoch-Zeiten bis zu 330 Menschen gearbeitet haben, mit den sogenannten Hotspots zu kämpfen. Das sind lokal hochschnellende Infektionszahlen. Wie gerade in der Grundschule Nordwalde, bei Schmitz Cargobull vor einiger Zeit oder in der Ibbenbürener Zentralen Unterbringungseinheit für Flüchtlinge.

Durch die gerade freigeschaltete Corona-App werden sich die Infektionszahlen weiter erhöhen, was in den Verwaltungen zu Mehrarbeit führen werde, warb Fuchs bei der Politik, genügend Personal dauerhaft zur Verfügung zu stellen. Ohne die Arbeit der Ordnungsbehörden vor Ort wäre der Krisenstab nichts.

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