Investition von wenigstens 650 000 Euro
Stadt benötigt zweite Drehleiter

Steinfurt -

Eigentlich hätte Steinfurt schon längst eine zweite Drehleiter für die Feuerwehr kaufen müssen. Der Brandschutzbedarfsplan, in dem seit 2016 genau festgeschrieben ist, was die Stadt für den Feuerschutz alles tun muss, sieht für jeden Stadtteil so ein Rettungsgerät vor. Tatsächlich steht aber seit je her nur im Borghorster Gerätehaus ein Hubrettungsfahrzeug, wie es in der Feuerwehrsprache korrekt heißt.

Mittwoch, 17.06.2020, 17:10 Uhr
Die Borghorster Drehleiter (im Bild bei einer Übung in der Bismarckschule) ist in die Jahre gekommen. Sie muss überholt werden. Außerdem benötigt die Feuerwehr aber eine zweite Drehleiter für den Stadtteil Burgsteinfurt.
Die Borghorster Drehleiter (im Bild bei einer Übung in der Bismarckschule) ist in die Jahre gekommen. Sie muss überholt werden. Außerdem benötigt die Feuerwehr aber eine zweite Drehleiter für den Stadtteil Burgsteinfurt. Foto: Drunkenmö

„Wir müssen jetzt aber in die Puschen kommen“, bereitete Erster Beigeordneter Michael Schell die Politik am Dienstag auf eine größere Investition in naher Zukunft vor. Wenigstens 650 000 Euro wird eine neue Drehleiter kosten, haben erste Anfragen ergeben.

„Das Thema ist im Zuge von Baugenehmigungen bei uns aufgeploppt“, erläuterte Schell, warum sich ausgerechnet jetzt dieser Kauf ankündigt. Zusammen mit der Wehrführung habe man sich Alternativen überlegt – die seien aber allesamt teurer oder schlechter gewesen.

Mit dem Kauf einer Drehleiter für den Burgsteinfurter Löschzug ist es aber nicht getan. Das Borghorster Gerät ist in die Jahre gekommen und muss in die Revision. „Danach ist sie fit für weitere zehn Jahre“, so Bürgermeisterin Claudia Bögel-Hoyer vor den Mitgliedern des Hauptausschusses. Die Inspektion kostet rund 50 000 Euro – wenn keine unvorhergesehenen Reparaturen fällig werden. Die Drehleiter wurde 2002 als Vorführgerät angeschafft.

Die Verpflichtung zum Vorhalten einer Drehleiter ergibt sich aus der Bauordnung des Landes. So dürfen nur Gebäude mit einer Höhe von über acht Metern errichtet werden, wenn die Feuerwehr über so ein Gerät verfügt. Die Alternative wäre, dass diese Häuser mit einem zweiten Fluchtweg ausgestattet werden.

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