Betreuungsaufwand für Primarschüler steigt
Mehr Geld für die Offenen Ganztagsgrundschulen

Steinfurt -

Der Schulausschuss der Stadt Steinfurt hat dem gemeinsamen Antrag der Träger der Offenen Ganztagsgrundschulen stattgegeben, die Kosten für die gestiegenen Leistungen anzupassen. Damit soll das vorhandene Bildungs- und Betreuungsangebot sowohl qualitativ als auch quantitativ verbessert und verstetigt werden.

Donnerstag, 25.06.2020, 17:22 Uhr aktualisiert: 26.06.2020, 16:37 Uhr

Der Schulausschuss hat dem gemeinsamen Antrag der Träger der Offenen Ganztagsgrundschulen stattgegeben, die Kosten für die gestiegenen Leistungen anzupassen. Damit soll das vorhandene Bildungs- und Betreuungsangebot sowohl qualitativ als auch quantitativ verbessert und verstetigt werden.

Insgesamt ergeben sich bei aktuell 20 eingerichteten OGS-Gruppen in Steinfurt ab dem Schuljahr 2021/2020 etwa 105 000 Euro Mehrkosten. Das OGS-Gesamtpaket erhöht sich auf 1,53 Millionen Euro.

Zu den alten Konditionen könne die Arbeit nicht fortgesetzt werden, erklärten Karin Beckmann von der Evangelischen Jugendhilfe, Josef Budde von der Pfarrei St. Nikomedes und Daniela Jung vom Diakonischen Werk den Politikern im Verlauf der Sitzung am Mittwochabend im Rathaus, warum die Finanzierungsgrundlagen für den Offenen Ganztag im Primarbereich von 2015/ 2016 mittlerweile Makulatur sind. Anzahl der Kinder und Gruppengrößen sind genauso gestiegen wie der Anteil der Schüler, die mehr Betreuung benötigen. Aktuell besuchen 504 Abc-Schützen die OGS, knapp 100 mehr als vor vier Jahren. Fast ein Drittel braucht mehr Zuwendung, was zugleich eine größere berufliche Qualifikation der pädagogischen Fachkräfte als auch den Einsatz von ergänzendem Personal notwendig macht. Darüber hinaus lässt sich die Organisation der Essenausgabe nicht länger mit Honorarkräften regeln. Die Anstellung einer Hauswirtschaftskraft soll das Problem lösen.

„Die OGS-Träger schießen keinesfalls über das Ziel hinaus“, erklärte Erster Beigeordneter Michael Schell, dass der Antrag in allen Punkten gut begründet sei. Die OGS hätten sich deutlich verändert. Dieser Weiterentwicklung müsse die Stadt Steinfurt auch Rechnung tragen.

Die Politiker folgten dem Appell von Michael Schell ohne Vorbehalte. Die Bürgermeisterin erhielt den Auftrag, die bestehenden Verträge mit den Trägern der OGS wie von der Verwaltung vorgeschlagen zu ändern. Dr. Reinhold Dankel (FWS): „Man kann allen Beteiligten nur danken, dass den wenigen Mitteln, die bisher zur Verfügung standen, ausgekommen sind.“

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7468049?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F105%2F186%2F
Nachrichten-Ticker