29-jähriger Fußballer unter Anklage
Bestrafung unter Vorbehalt

Steinfurt -

Vorsätzliche Körperverletzung und Beleidigung auf dem Fußballplatz – das ist jetzt vor dem Amtsgericht in Burgsteinfurt verhandelt worden. Auf der Anklagebank ein 29-jähriger Borghorster. Ihm wurde zur Last gelegt, im B-Liga-Punktspiel zwischen dem FC Galaxy Steinfurt und Matellia Metelen (2:2) am 18. August 2019 seinen Metelener Gegenspieler erst beleidigt und später mit einem Ellenbogenschlag in die Rippen niedergestreckt zu haben.

Sonntag, 28.06.2020, 14:40 Uhr

Vorsätzliche Körperverletzung und Beleidigung auf dem Fußballplatz – das ist jetzt vor dem Amtsgericht in Burgsteinfurt verhandelt worden. Auf der Anklagebank ein 29-jähriger Borghorster. Ihm wurde zur Last gelegt, im B-Liga-Punktspiel zwischen dem FC Galaxy Steinfurt und Matellia Metelen (2:2) am 18. August 2019 seinen Metelener Gegenspieler erst beleidigt und später mit einem Ellenbogenschlag in die Rippen niedergestreckt zu haben.

Während der Angeklagte keine Aussage machte, schilderte der Geschädigte als Zeuge den Tathergang genau. Er sei in der zweiten Hälfte von dem Galaxy-Akteur „auf das Übelste“ beschimpft worden. In der 70. Minute – im Rücken des Schiedsrichters und abseits des eigentlichen Spielgeschehens – sei er dann von dem Beschuldigten geschlagen worden. „Mit voller Wucht in die Rippen“, beschrieb der 21-jährige Metelener.

In der Folge musste sich der Matellia-Spieler aufgrund von starken Schmerzen auswechseln lassen. Nachdem er sich abseits des Platzes übergeben hatte, er aber weiterhin über Übelkeit und Schwindelgefühle klagte, ließ er sich vorsichtshalber in das Borghorster Krankenhaus bringen. Nach dem Röntgen wurde dort eine Thorax-Prellung diagnostiziert. Er habe noch Wochen starke Schmerzen gehabt, führte der Metelener seine Aussage fort.

Acht Zeugen wurden zu den Tathergängen in dem – in dieser Hinsicht waren sich alle einig – hitzigen Spiel befragt. Anschließend sah es die Staatsanwaltschaft als erwiesen an, dass sowohl eine Beleidigung als auch eine Körperverletzung vorliegen würden. Insofern plädierte sie für eine Gesamtstrafe von 60 Tagessätzen à 30 Euro. Die Verteidigung sah beide Vorwürfe als nicht hinreichend erwiesen an und forderte einen Freispruch.

Der Richter schloss sich bei seiner Urteilsverkündung im Wesentlichen den Worten der Anklage an. Er verwarnte den Beschuldigten wegen Beleidigung sowie vorsätzliche Körperverletzung und verurteilte diesen zu einer Strafe von 40 Tagessätzen à 30 Euro. Dies allerdings unter Vorbehalt. Sollte der Borghorster in den kommenden beiden Jahren straffällig werden, muss er die Summe zahlen.

Für den Angeklagten sprach unter anderem, dass er bis dato straffrei gewesen ist. Der Vorsitzende wertete die Tat als eine Art Kurzschlussreaktion, die genau wie Beleidigungen auf dem Platz überhaupt nichts zu suchen habe.

Eine zivilrechtliche Verhandlung steht noch aus, eine sportgerichtliche könnte folgen.

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