Ferienaktion des Turnerbundes läuft auch mit 155 Kindern und 35 Helfern in Corona-Zeiten richtig rund
„Wir sind alle happy“

Burgsteinfurt -

Sage und schreibe 155 Mädchen und Jungen werden in der Ferienzeit gerade von morgens bis abends vom Turnerbund betreut. In dieser Größenordnung ist dieses Angebot einmalig im Umland. „Wir sind so happy, dass wir das alles hingekriegt haben“, ist Vorstandschefin Dörte Michels allen, die dazu beigetragen haben, unheimlich dankbar für die Unterstützung.

Donnerstag, 02.07.2020, 16:58 Uhr aktualisiert: 07.07.2020, 15:30 Uhr
Auf die Plätze, fertig, los! Die Kinder laufen im Volksbank-Stadion um die Wette. Insgesamt 155 Mädchen und Jungen betreut der Turnerbund zurzeit während seiner Ferienaktionen. Standorte sind die Technischen Schulen und die Realschule.
Auf die Plätze, fertig, los! Die Kinder laufen im Volksbank-Stadion um die Wette. Insgesamt 155 Mädchen und Jungen betreut der Turnerbund zurzeit während seiner Ferienaktionen. Standorte sind die Technischen Schulen und die Realschule. Foto: Drunkenmölle

Endlich wieder raus. Endlich wieder Freunde treffen. Und endlich wieder richtig was unternehmen, spielen, sporteln und kreativ sein. Trotz Corona und trotz aller damit verbundenen Einschränkungen, Regeln und Vorschriften steht allen, die zurzeit an Ferienaktionen in den beiden Steinfurter Ortsteilen teilnehmen, der Spaß in den Backen. Sie müssen diesen außergewöhnlichen Sommer nicht allein im stillen Kämmerlein verbringen.

Das ist auch bei den „Zehn tollen Tagen“ des Burgsteinfurter Turnerbundes so. Sage und schreibe 155 Mädchen und Jungen werden zurzeit von morgens bis abends betreut. In dieser Größenordnung ist dieses Angebot einmalig im Umland. „Wir sind so happy, dass wir das alles hingekriegt haben“, ist Vorstandschefin Dörte Michels allen, die dazu beigetragen haben, unheimlich dankbar für die Unterstützung. Seien es Kreis oder Stadt Steinfurt oder die 35 Helfer, die sich lediglich für ein schmales Taschengeld für die Maßnahme engagieren und so viel Zeit schon in die ganze Vorbereitung gesteckt haben. Für Dörte Michels steht fest: Das Engagement sagt auch viel über den Zusammenhalt in einer Stadt aus, wenn er dort besonders gefordert ist.

„Die Eltern sind froh, dass es diesen Ferienspaß gibt“, berichtet Michels von einem großen positiven Feedback, das sie erreicht hat. Julia Kleine-Berkenbusch und Lara Feldkamp , die zum Betreuerstab zählen, fügen an: „Man merkt, dass den Kinder die sozialen Kontakte gefehlt haben.“

Wegen der großen Nachfrage und des (auch wegen Corona) begrenzten Raumangebotes sind 15 Gruppen mit jeweils zwei Betreuern gegründet worden. Alle Betreuer haben eine Sporthelfer-Ausbildung absolviert und sind gezielt für die Aktionen vom Kreissportbund geschult worden. Dirk Holtmann und David Jordan haben dort den Hut auf und sind Anlaufstelle und Kümmerer, wenn es mal nicht so geschmiert wie geplant laufen sollte. Acht Gruppen treffen sich täglich in den Technischen Schulen, sieben in der Realschule. Mittagessen gibt es in der Kantine der Kreisverwaltung.

Natürlich müssen die Pandemie-Regeln, Abstand und Maskenpflicht, überall dort eingehalten werden, wo es Vorschrift ist. „Die Kinder haben das alles ganz schnell akzeptiert. Das funktioniert“, schildern Julia und Lara, wie diszipliniert die Gruppen sind. Jeder hat eine Maske mit TB-Logo erhalten. Das schweißt schon mal zusammen.

Struktur gibt auch die Organisation des Tages. Der Ablauf ist fast immer der gleiche, sagt Lara. Das schafft Orientierung.

Das Programm wiederum sorgt für jede Menge Abwechslung. Es wird gespielt, gebastelt, gemalt, geschminkt und jede Menge Sport getrieben. Jeder hat die Möglichkeit, fürs Sportabzeichen zu trainieren. Sogar eine kleine Olympiade, bei der sich die kleinen Sportler in unterschiedlichen Disziplinen miteinander messen können, steht auf dem Ferienprogramm. Klar, dass sowohl dort als auch an anderer Stelle quasi im Vorbeilaufen auch immer wieder Teamgeist und -bildung eine Rolle spielen. „Jede Gruppe entscheidet für sich, was und wie sie etwas machen will“, verweist Dirk Holtmann auch auf die pädagogischen Ansätze, die mit den Angeboten verfolgt werden. Niemand soll auf der Strecke bleiben, alle Spaß an gemeinsamen Unternehmungen haben. „Die Reaktionen von Betreuern und Kindern zeigen, wie wertvoll diese Arbeit ist“, freut sich Dörte Michels, dass sich alle Mühen gelohnt haben, dass es trotz Corona noch Freiräume und Gemeinschaftserlebnisse für Kinder gibt. Michels sagt es noch einmal: „Wir sind happy.“

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