Diskussion um Schulentwicklungsplan
GAL: „Grabenkämpfe aus dem letzten Jahrhundert“

Steinfurt -

Die GAL-Fraktion ist entsetzt darüber, dass politische Kräfte in Steinfurt die Diskussion um den Entwurf des Schulentwicklungsplanes für Wahlkampfzwecke missbrauchen. Sie vermutet, dass offenbar absichtlich und gezielt Halbwahrheiten und Vermutungen in die Öffentlichkeit transportiert werden sollen, um damit Schüler und deren Eltern zu verunsichern.

Donnerstag, 02.07.2020, 16:58 Uhr aktualisiert: 07.07.2020, 15:30 Uhr

„Wer über die schulische und bildungspolitische Perspektive für die Kinder unserer Stadt diskutiert, sollte vor allem auf zwei Dinge verzichten: politischen Populismus und sinnfreie Sippenhaft für die jungen Menschen in Steinfurt. Die GAL-Fraktion ist entsetzt darüber, dass politische Kräfte in Steinfurt die Diskussion um den Entwurf des Schulentwicklungsplanes nutzen, um offenbar absichtlich und gezielt Halbwahrheiten und Vermutungen in die Öffentlichkeit zu transportieren und damit Schüler und deren Eltern, aber auch bestehende und gut funktionierende Strukturen an städtischen Schulen zu verunsichern. „Wer verantwortungsbewusst agiert, missbraucht nicht jede Situation, um daraus eigenen Profit zu schlagen“, bemängelt Fraktionssprecher Christian Franke in einer Pressemitteilung der GAL .

Ursache für den aktuellen politischen Streit sei der Schulentwicklungsplan, der sich noch in der Vorbereitung befindet: „Noch sind schulrechtliche Fragen zum Teilstandort des Gymnasium Arnoldinum ungeklärt, es stehen Abstimmungen der Stadt mit dem Landesjugendamt zum Offenenen Ganztag (OGS) aus, und nicht zuletzt soll die Verwaltung auch noch mit allen Schulleitern eine Abstimmung zum Schulentwicklungsplan vornehmen“, erläutert Martin Theile als Mitglied des Schulausschusses. In der Öffentlichkeit werde aber schon der Eindruck erweckt, über die zukünftige Schullandschaft in Steinfurt werde morgen entschieden. Alle Fraktionen hätten hingegen für den weiteren Umgang mit dem Schulentwicklungsplan grünes Licht gegeben – auch CDU und SPD. „Schon bemerkenswert, wenn man sich hieran eine Woche später nicht mehr erinnert, vertrauliche Informationen – vermutlich – bewusst veröffentlicht und auch soziale Netzwerke für den Wahlkampf missbraucht“, so die GAL. Und weiter: „Das wirft ein bezeichnendes Licht auf solche Kandidaten, denen es offenkundig weniger um die Schüler in Steinfurt und deren schulische Bildung als um die eigene Performance gehen dürfte“, vermutet Franke.

Der nun zunächst einmal nur im Entwurf befindliche und mit allen Schulleitungen noch abzustimmende Schulentwicklungsplan zeige eine Perspektive für möglichst breite und passgenaue Förderung und Schulbildung in den kommenden 15 Jahren auf. „Die optimalen Angebote können wir als Stadt schaffen, indem wir uns möglichst breit aufstellen, Förder- und Bildungsangebote weit fächern und für Durchlässigkeit innerhalb der Systeme sorgen“, so Corinna Niehus von der GAL. Hierbei sei die Mitsprache von Eltern und Kindern für die GAL elementar wichtig. „Grabenkämpfe aus dem letzten Jahrhundert, wie die CDU sie offenkundig führen will, dürfen keinen Platz mehr haben. Schließlich geht es darum, die Zukunft unserer Kinder zu gestalten“, heißt es in der Pressemitteilung der Steinfurter GAL abschließend.

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