Neue Arbeitsgruppe im Steinfurter Rathaus will gezielter an die Geldtöpfe kommen
Durchblick im Förderdschungel

Steinfurt -

Hans Schröder hat lange kämpfen müssen, damit der Stellenplan in der Steinfurter Stadtverwaltung aufgestockt wird. Jetzt ist der Technische Beigeordnete froh, dass er den Rat überzeugen und ein dreiköpfiges Team im Rathaus aufbauen konnte, das sich gezielt darum kümmert, Mittel aus den unterschiedlichsten Fördertöpfen in die Kreisstadt zu lenken.

Freitag, 17.07.2020, 19:00 Uhr
Hans Schröder mit Christin Mittmann (r.) und Elke Deus. Andreas Happe, zurzeit im Urlaub, ist der Dritte im Bund der neuen Arbeitsgruppe, die sich um Fördermittel für die Stadt Steinfurt bemüht.
Hans Schröder mit Christin Mittmann (r.) und Elke Deus. Andreas Happe, zurzeit im Urlaub, ist der Dritte im Bund der neuen Arbeitsgruppe, die sich um Fördermittel für die Stadt Steinfurt bemüht. Foto: Drunkenmölle

Hans Schröder hat lange kämpfen müssen, damit der Stellenplan in der Steinfurter Stadtverwaltung aufgestockt wird. Jetzt ist der Technische Beigeordnete froh, dass er den Rat überzeugen und ein dreiköpfiges Team im Rathaus aufbauen konnte, das sich gezielt darum kümmert, Mittel aus den unterschiedlichsten Fördertöpfen in die Kreisstadt zu lenken. Mit Christin Mittmann ist das Trio jetzt komplett. Andreas Happe war in dem Bereich bislang Einzelkämpfer. Unterstützung hat er seit Oktober vergangenen Jahres durch Elke Deus bekommen.

Die diplomierte Verwaltungsbetriebswirtin Christin Mittmann war zuletzt im Rechnungsprüfungsamt der Stadt Dülmen beschäftigt. Anfang Mai hat die 34-Jährige die Teamleitung dieser neu gebildeten Gruppe im Steinfurter Rathaus übernommen. „Die Aufgaben sind aufgrund der Vielfältigkeit sehr interessant. Die Stelle ist neu, deshalb gibt es noch viele Entwicklungs- und Gestaltungsmöglichkeiten“, antwortet sie auf die Frage, was sie gereizt habe, sich auf die Anzeige in Steinfurt zu bewerben.

Schröder setzt große Hoffnung in die Schlagfertigkeit des Teams und darin, den Förderdschungel zu durchdringen. Dafür sei es notwendig gewesen, sich neu aufzustellen, neue Strukturen zu schaffen, die fachdienstübergreifende Zusammenarbeit sowie die Kommunikation sowohl inner- als auch außerhalb des Hauses weiter zu verbessern. Schröder: „Ich bin zuversichtlich, dass wir in vielen Bereichen profitieren werden, insbesondere auch, was interne und externe Dienstleistungen sowie die Transparenz angeht.“

Es sei schon eine Riesenherausforderung, den richtigen Durchblick in einer scheinbar immer undurchsichtigeren und komplexer werdenden Materie zu bekommen- Der Steinfurter Baudezernent ist überzeugt, dass es mit gezielter Mann- und Frauenpower gelingen kann, „Geld aus dem Haifischbecken zu angeln“, das bislang im Förderstrom an der Kreisstadt vorbeigezogen ist.

Ob Kreis, Länder, Euregio, Bund oder Stiftungen – es gelte, den Überblick zu gewinnen, wo, wer, was und zu welchen Bedingungen ausschüttet. „Man mus die Projekte lesen, verstehen und daraufhin prüfen können, was passt und welche Voraussetzungen wir als Stadt überhaupt haben, Anträge nicht nur auf den Weg zu bringen, sondern das Geld am Ende auch mit unseren Möglichkeiten verwenden zu können.“

Die Aufgaben innerhalb des Teams sind klar verteilt. Christin Mittmann hat sozusagen den Hut auf. Sie st für die Steuerung der Gruppe und die Vertragsgestaltung und -abschlüsse beispielsweise mit Planungs-, Ingenieur- und Architektenbüros zuständig. Andreas Happe beobachtet und sondiert weiterhin intensiv den Fördermarkt. Elke Deus klärt die Vergabeverfahren. Bis Anträge gestellt, begründet und auf den Postweg gebracht sind, gilt es, zahlreiche formelle und rechtliche Fragen zu klären. Bei dieser Komplexität sei jede Menge Fachwissen und oftmals auch Flexibilität gefragt. Schröder weiter: „Wer kurzfristig reagieren kann, ist im Vorteil.“ Der weitere digitale Ausbau der Verwaltung sei in diesem Zusammenhang existenziell, nicht überholt und abgehängt zu werden. Gerade in diesem Punkt will die Arbeitsgruppe (beispielsweise in Vergabeverfahren) Unternehmen helfen, damit sie auf der digitalen Schiene noch Tempo aufnehmen können. Manche Firmen scheuen sich, sich um öffentliche Aufträge zu bewerben, weil sie mit den besonderen Verfahrenswegen nicht vertraut sind. Elke Deus bietet insbesondere der lokalen Wirtschaft Unterstützung an, Unsicherheiten zu überwinden. Schließlich sei die Stadt stets auch bemüht, lokale Wertschöpfung zuschaffen.

Wer Fragen oder Anregungen hat, kann sich an das neue Team im Steinfurter Rathaus wenden. Es ist unter Telefon 0 25 52925202 oder per E-Mail an vergabestelle@steinfurt.de erreichbar.

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