Missverständnis oder fehlerhafte Kommunikation
Picknick fällt ins Wasser

Steinfurt -

Die Idee hört sich gut an: Anstelle der abgesagten Gourmetnacht im Quartier Emsdettener Straße sollten die Steinfurter an den schönen Plätzen der Stadt an kleinen, corona-konformen Plätzen picknicken können.

Montag, 27.07.2020, 17:17 Uhr
Ein Picknick, hier ein Archivbild
Ein Picknick, hier ein Archivbild Foto: Detlef Dowidat

Essen und Trinken sollten die Steinfurter Gastronomen liefern, um in diesen schweren Zeiten für zusätzliche Einnahmen zu sorgen. Die Idee hatte CDU-Bürgermeisterkandidat Norbert Kerkhoff an die Steinfurter Marketing- und Touristik (SMarT) mit der Bitte herangetragen, doch organisatorisch mit ins Rad zu greifen. Was fehlte, war eine Auskunft der Stadt, ob und wie so ein „Picknick“ durchgeführt werden könne.

Dieses Signal aus dem Rathaus fehlt bis heute. Und darum wird es das Picknick zum angepeilten Termin 29. August auch wohl nicht geben. „Das ist organisatorisch jetzt nicht mehr leistbar“, sagt Marion Niebel als SMarT-Geschäftsführerin.

Susanne Laumann als Leiterin des zuständigen Fachdienstes im Rathaus will sich den Schwarzen Peter, die Verwaltung habe da irgendetwas verschlampt oder liegenlassen, nicht zuschieben lassen. „Es hat im Mai eine Anfrage gegeben, das ist richtig“, sagte die Ordnungsamtsleiterin. Nach den damaligen Corona-Verordnungen wäre so ein Freiluft-Event aber nicht möglich gewesen. „Darum habe ich gesagt, dass wir noch nicht wissen können, was im August möglich ist“, so die Fachdienstleiterin. Sie habe dann darum gebeten, zu einem späteren Zeitpunkt noch einmal über das Thema zu sprechen. „Auf uns ist aber niemand mehr zukommen“, betont Susanne Laumann. Darum ihr Tipp: „Reden hilft immer.“ Ihr Team stehe mit Rat und Tat zur Verfügung, um Events aller Art möglich zu machen. Bei der jetzigen Belastung der Mitarbeiter könne man aber nicht selbst auf die Veranstalter zugehen und fragen: Wie ist das jetzt eigentlich mit eurem Vorhaben? Susanne Laumann: „Das muss schon von den Organisatoren kommen.“

Vom Prinzip, so SMarT-Geschäftsführerin Marion Niebel, könnte so ein Picknick zu einem späteren Zeitpunkt stattfinden. „Dann bin ich aber leider nicht mehr in Steinfurt.“ Sie werde es ihrem Nachfolger ans Herz legen. Bürgermeisterin Claudia Bögel-Hoyer hörte auf Nachfrage dieser Zeitung zum ersten Mal von der Idee, stadtweit zu picknicken, fand sie spontan „super“.

Das Konzept für Picknick

kommt vom Verein Münsterland e.V. Die Idee, die dahinter steht: Ein Picknick bringt „die Lebensqualität und das Lebensgefühl im Münsterland auf den Punkt und versinnbildlicht die Naturverbundenheit und Gemeinschaft der Münsterländer“, schreibt der Verein in seinem Internetauftritt. Dieses Lebensgefühl solle auch an ungewöhnlichen Orten vermittelt werden.

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