Feuerwehr in der Corona-Zeit
Truppe bleibt einsatzfähig

Steinfurt -

Die Corona-Pandemie bringt auch den Dienstplan der Frauen und Männer in der Freiwilligen Feuerwehr durcheinander. Aufgrund der Schutzverordnungen war es vorübergehend nicht möglich, wie gewohnt wichtige Aus- und Fortbildungen sowie die regelmäßigen Übungsdienste durchzuführen.

Freitag, 31.07.2020, 17:30 Uhr aktualisiert: 02.08.2020, 19:32 Uhr
Großübungen wie hier im Bild sind zurzeit nicht möglich. Die Steinfurter Feuerwehrfrauen und -männer halten sich vielmehr in Kleingruppen fit für Einsätze.
Großübungen wie hier im Bild sind zurzeit nicht möglich. Die Steinfurter Feuerwehrfrauen und -männer halten sich vielmehr in Kleingruppen fit für Einsätze. Foto: Drunkenmölle

Die Corona-Pandemie bringt auch den Dienstplan der Frauen und Männer in der Freiwilligen Feuerwehr durcheinander. Aufgrund der Schutzverordnungen war es vorübergehend nicht möglich, wie gewohnt wichtige Aus- und Fortbildungen sowie die regelmäßigen Übungsdienste durchzuführen. Großübungen wie die für gestern Abend und kommenden Montag (3. August) im Feuerwehr-Kalender angesetzten Hauptübungen der Löschzüge Borghorst und Burgsteinfurt mussten komplett gestrichen werden. „Wir folgen einer Handlungsempfehlung des Kreisbrandmeisters“, erklärt Rainer Frahling , stellvertretener Chef der Truppe, zur aktuellen Situation.

Der Übungsbetrieb ist damit aber nicht komplett lahm gelegt. Seit einigen Wochen finden an den Gerätehäusern in beiden Stadtteilen wieder Treffen in kleinen Gruppen statt, um weiterhin für alle Notlagen gerüstet zu sein. Da genauso wie für private und öffentliche Bereiche auch für die Feuerwehr viele Beschränkungen gelten, war es notwendig, auch dort ein Konzept auszuarbeiten, um einen sicheres Training für alle freiwilligen Helfer möglich zu machen. Dabei geht es immer auch darum, die Dienstfähigkeit der sogenannten kritischen Infrastruktur Feuerwehr und Hilfeleistungsorganisationen zu gewährleisten. Nicht auszudenken, was passieren würde, wenn große Gruppen von Einsatzkräften unter Quarantäne gestellt werden müssten. Zur Strategie gehört es daher, unbedingt zu vermeiden, dass sich Infektionsketten bilden können. Dabei muss sorgfältig berücksichtigt werden, wie die Brandschützer im Einsatz mit möglicherweise Coronavirus-infizierten Menschen umgehen müssen und wie sie sich, ihre Kameraden und weitere Helfer vor Ansteckungen schützen. Die Helfer sind dabei selber dafür verantwortlich, ob sie einsatzfähig sind. Corona-Tests ohne begründeten Verdacht gibt es zurzeit nicht, erklärt der Steinfurter Kreisbrandmeister Raphael-Ralph Meier auf Nachfrage. Abstriche seien bislang nur mit Helfern in den Fieberlazaretten durchgeführt worden.

Wann die Steinfurter Löschzüge ihren regulären Übungsbetrieb wieder aufnehmen können, hängt natürlich vom weiteren Verlauf der Pandemie ab, fügt Rainer Frahling an. Sorgen um die Einsatzfähigkeit müsse sich die Bevölkerung nicht machen. Die ist auch in den Sommermonaten gegeben, versichert Frahling.

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