Arbeitsagentur kann Jugendlichen ohne Lehrstelle noch interessante Ausbildungsplatzangebote machen
Bei Bewerbungen nicht lockerlassen

Steinfurt -

Viele Jugendliche starten am Montag in ihre Berufsausbildung. Von den 2935 jungen Frauen und Männern, die sich seit Oktober als Bewerber bei der Berufsberatung der Arbeitsagentur Rheine gemeldet haben, haben zwei Drittel einen Ausbildungsvertrag unterschreiben oder eine Alternative gefunden, teilt die Agentur mit.

Sonntag, 02.08.2020, 19:32 Uhr aktualisiert: 03.08.2020, 16:10 Uhr

Viele Jugendliche starten jetzt in ihre Berufsausbildung. Von den 2935 jungen Frauen und Männern, die sich seit Oktober als Bewerber bei der Berufsberatung der Arbeitsagentur Rheine gemeldet haben, haben zwei Drittel einen Ausbildungsvertrag unterschrieben oder eine Alternative gefunden, teilt die Agentur mit. Zugleich gibt es aber auch 755 Bewerber, die noch nach einem Ausbildungsplatz suchen. Für sie ist der sprichwörtliche Zug aber noch nicht abgefahren, denn, darauf weist die Arbeitsagentur hin, es gibt immer noch 1277 freie und interessante Angebote.

„Auch, wenn der 1. August typischerweise für den Start ins Ausbildungsjahr steht, ist es in den kommenden Wochen immer noch möglich, in eine Ausbildung einzusteigen“, erklärt Heinz-Josef Müller , stellvertretender Leiter der Agentur für Arbeit Rheine. Dabei ist es nicht ungewöhnlich, dass zu diesem Zeitpunkt noch Ausbildungsstellen frei und Bewerber unversorgt sind. „Es ist jedes Jahr so, dass sich gerade in den ersten Wochen nach Ausbildungsbeginn noch einiges bewegt und viele Jugendliche ihren Einstieg in eine Ausbildung noch verwirklichen können.“ Das gelte in diesem Jahr besonders, denn durch die Corona-Pandemie seien auch viele Arbeitgeber mit der Auswahl der Bewerber etwas später als üblich dran. „Sie alle möchten ihre Ausbildungsstellen aber noch besetzen“, betont Müller.

Besonders viele freie Stellen gibt es noch im Verkauf, im Lager, in zahlreichen handwerklichen Berufen und vereinzelt noch im Büro. Bei den Bewerbern stehen hingegen Ausbildungen im Einzelhandel, dem Büro oder als medizinische/r Fachangestellte/r hoch im Kurs.

„Entscheidend wird jetzt sein, sich aktiv zu bewerben. Denn wer jetzt nicht locker lässt, hat sehr gute Chancen,“ sagt Müller. Er rät den Bewerbern aber auch, flexibel zu sein: „Wer mehr Fahrzeit zum Ausbildungsbetrieb in Kauf nimmt, mehrere Berufe im Blick hat und sich nicht nur auf einen oder zwei festlegt, verbessert seine Chancen erheblich.“ So würde es oft ähnliche Berufe geben, die vielleicht nicht so bekannt, aber mindestens genauso interessant sind. „Ein Gespräch mit den Berufsberatern kann dabei helfen, solche Alternativen zu finden und eine gute Strategie für die nächsten Wochen festzulegen“, so Müller.

Auch für die Berufsberater geht das Ausbildungsjahr jetzt in eine wichtige Phase. Müller: „Wir werden jedem noch unversorgten Bewerber in den kommenden Wochen ein Angebot machen oder eine Alternative vorschlagen.“ Er empfiehlt den Bewerbern aber, auch von sich aus auf die Berufsberater zuzugehen. Diese sind per E-Mail oder unter der Hotline 0 59 71/93 01 35 erreichbar.

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