Herwig Göckenjan sucht Alternativen zum Mais: Silphie-Stauden
Energie ganz in Gelb

Burgsteinfurt -

Mitte Mai, dann feiern die Hollicher eigentlich Schützenfest. In diesem Wonnemonat lag die ganze Familie auf den Knien und zupfte Kamille aus dem Acker. „Vier Wochen lang, jeden Tag“, denkt Martina Göckenjan mit Schaudern an die eintönige wie anstrengende Arbeit zurück, die stark an das Lebenswerk des korinthischen Königs mit Namen Sisyphos erinnert. Anders als beim Vorbild aus der griechischen Mythologie waren die Göckenjans dann aber doch irgendwann mit ihrem Kamille-Hacken fertig. Und das Ergebnis steht heute in Mannshöhe auf 1,8 Hektar in leuchtendstem Gelb vor dem Betrachter, der zur Vollendung des optischen Genusses sogar auf einem kleinen Hochsitz das Farbenspiel vor blauem Himmel, weißen Windkrafträdern und benachbartem grünen Mais genießen kann. Es hat auch einen Namen: Silphie. Von Axel Roll
Freitag, 07.08.2020, 17:04 Uhr
Veröffentlicht: Freitag, 07.08.2020, 17:04 Uhr
Göckenjans im Gelb: Martina und Herwig Göckenjan haben auf einem Acker Silphie als Ersatz für den grünen Mais angepflanzt.
Göckenjans im Gelb: Martina und Herwig Göckenjan haben auf einem Acker Silphie als Ersatz für den grünen Mais angepflanzt. Foto: Axel Roll
  Für den Laien sieht die Staudenpflanze aus wie eine geschrumpfte Sonnenblume. „Die haben aber nicht viel miteinander gemein“, schmunzelt Herwig Göckenjan, der die Idee zu diesem Experiment auf heimischer Scholle, die in diesem Fall auf St. Arnolder Gebiet und damit auf deutlich fetterem Boden als im sandigen Hollich liegt.
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