Seniorenbeirat der Stadt steht vor einer Verjüngung
Sprachrohr der älteren Generation

Steinfurt -

Er ist so etwas wie ein Sprachrohr der älteren Generation: Der Seniorenbeirat. Das zwölfköpfige Gremium stellt sich zur kommenden Wahlperiode neu auf: Acht von zwölf Mitgliedern scheiden aus. Die Werbung von neuen Kandidaten läuft derzeit auf Hochtouren.

Dienstag, 18.08.2020, 14:08 Uhr aktualisiert: 19.08.2020, 13:12 Uhr
Scheiden nach fünf bzw. zehn Jahren ehrenamtlicher Tätigkeit aus dem Seniorenbeirat aus: Egon Höffker, Maria Müller, Elisabeth Rüve und Franz Pries (v.l.).
Scheiden nach fünf bzw. zehn Jahren ehrenamtlicher Tätigkeit aus dem Seniorenbeirat aus: Egon Höffker, Maria Müller, Elisabeth Rüve und Franz Pries (v.l.). Foto: rs

Wenn acht von zwölf Mitglieder aus einem Gremium ausscheiden, ist das schon ein deutlicher Aderlass: Der Seniorenbeirat der Stadt stellt sich zur neuen Wahlperiode grundlegend neu auf. „Ganz normal in einer Demokratie“, sagt Elisabeth Rüve . Auch die Vorsitzende der Interessenvertretung der älteren Steinfurter Generation gehört zu denjenigen, die ihren Platz räumen. Nach fünfjähriger ehrenamtlicher Tätigkeit sei der Zeitpunkt dafür jetzt richtig, ist sie überzeugt. Rüve: „Man muss auch Jüngeren einmal die Chance zur Mitgestaltung geben.“

„Jüngere“ bedeutet im Fall des Seniorenbeirats ein Lebensalter von zumindest 60 Jahren. Es ist – neben dem Wohnsitz, der in der Kreisstadt liegen sollte – die Voraussetzung für potenzielle Kandidaten, um in dem Gremium mitzuarbeiten. Elisabeth Rüve ist überzeugt, dass sich genug Bewerber finden. Der älteren Generation eine Stimme zu geben, ihre Wünsche an Verwaltung und Politik heranzutragen – das werde immer wichtiger. Nicht nur, weil die Älteren zahlenmäßig immer mehr werden. Sie bleiben auch immer länger aktiver, wünschen sich vor Ort entsprechende Angebote. Das Gute im Fall Steinfurt: „Wir können auf einen soliden Grundstock aufbauen“, sagt die Vorsitzende.

Und die künftigen Neulinge können sich zudem sicher sein, entsprechend Gehör zu finden. „Wir haben in der Vergangenheit viel erreicht - – und dabei breite Unterstützung der Politik erfahren“, hat Maria Müller festgestellt. Auch sie nimmt Abschied vom Seniorenbeirat, dem sie sogar von Beginn an, also seit 2011, angehört. Davor war die Borghorsterin 25 Jahre als Sachkundige Bürgerin für die CDU tätig. „Ich wollte einfach weiter etwas bewegen – ab da ausschließlich für die ältere Generation und nicht an Parteipolitik gebunden“, erzählt das Beiratsmitglied der ersten Stunde.

Auch sie hofft, dass sich genug Bewerber für die Nachfolge der ausscheidenden Mitglieder finden, ist aber etwas skeptischer als Elisabeth Rüve. Kandidaten sollten gut vernetzt und im Idealfall Erfahrung mit ehrenamtlichen Tätigkeiten gesammelt haben.

Rüves Stellvertreter Franz Pries blickt wie das gesamte Gremium auch auf eine ganze Reihe von Erfolgen der letzten Dekade zurück. „Wir können sehr zufrieden sein“, lautet das Resümee des ebenfalls Ausscheidenden. Pries erinnert an die Mitinitiierung des Bürgerbusses, oder die Installation einer Toilettenanlage auf dem Friedhof Haselstiege. Aber auch die Anlegung von Querungshilfen in beiden Stadtteilen und zuletzt etwa auf die Einrichtung von Urnenstelen als neue Bestattungsform erwähnt er. „Das, was wir uns vorgenommen haben, haben wir größtenteils auch umsetzen können“, freut sich auch Egon Höffker über den Erfolg. Dieser Abschluss macht für das neuformierte Gremium den Weg frei, nunmehr eigene Wünsche und Vorstellungen auf den Weg zu bringen.

Wer Interesse hat, sich als Kandidat für den Seniorenbeirat zur Verfügung zu stellen, kann sich vorab im Internet über seine Aufgaben genauer informieren. Für die Beantwortung weiterer Fragen steht zudem die Vorsitzende Elisabeth Rüve unter Telefon 02551/ 2170 zur Verfügung.

 

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