Fusion zur Volksbank Münsterland Nord abgeschlossen
Steinfurt-Filialen bleiben

Steinfurt/Rheine -

Die Standorte in Steinfurt an der Münster- und Wasserstraße bleiben auch nach dem Zusammenschluss der Genossen aus Greven, Rheine und Münster zur Volksbank Münsterland Nord erhalten. Wie lange diese Zusage von Vorstand Hubert Overesch allerdings Gültigkeit hat, das entscheiden letztendlich die Kunden selbst. Jährlich werden Besucherfrequenz und Umsätze in einer internen Auswertung den Kosten gegenübergestellt – und dann entschieden, ob die Filiale geöffnet bleibt oder nicht.

Freitag, 18.09.2020, 17:18 Uhr
Die beiden Vorstände Ulrich Weßeler und Hubert Overesch (r.) sowie Regionaldirektor Jürgen Feistmann (M.) prognostizieren eine zunehmende Digitalisierung des Kundengeschäfts.
Die beiden Vorstände Ulrich Weßeler und Hubert Overesch (r.) sowie Regionaldirektor Jürgen Feistmann (M.) prognostizieren eine zunehmende Digitalisierung des Kundengeschäfts. Foto: Axel Roll

 

Auch wenn Steinfurt in der neuen Struktur kein Kompetenzzentrum geworden ist, wie die größeren Volksbank-Standorte mit allen Dienstleistungen jetzt heißen, sollen die Steinfurter auch vor Ort alle Angebote ihrer Hausbank nutzen können, wie Overesch bei einer Pressekonferenz am Freitag in Rheine erläuterte. Auch wenn die Fachberater ihr Büro in Emsdetten, Ibbenbüren oder Rheine hätten, „dann fahren sie eben zum Kunden“, so der Vorstand. Für 95 Prozent aller Beratungen würden Termine gemacht. Da sei ein Gespräch vor Ort „überhaupt kein Problem“.

Auch personell hatte der Zusammenschluss der drei Banken bislang keine Auswirkungen auf die Mitarbeiterstäbe in Steinfurt. In den nächsten Jahren, so Regionaldirektor Jürgen Feistmann, wolle das Institut allerdings 170 der rund 1200 Stellen sozialverträglich abbauen. Hubert Overesch: „Wir sind gewachsen, um uns das Kleinsein vor Ort leisten zu können.“

Die Corona-Krise hat die Zukunft gewissermaßen schon ein wenig vorweggenommen: Die Besucherfrequenz in den Filialen hat in den letzten Monaten deutlich abgenommen. „Und viele haben dabei gemerkt, wie bequem sich vieles vom eigenen Rechner aus machen lässt“, erläuterte Vorstand Ulrich Weßer. Seine Schlussfolgerung: Der Kunde von morgen möchte das Alltagsgeschäft von zu Hause oder auch unterwegs digital erledigen. Steht aber eine Beratung für eine Geldanlage oder einen Hauskauf an, wünscht er sich das Gespräch mit seinem persönlichen Ansprechpartner bei der Bank. Dieses Geschäftsmodell soll unter dem Dach der neuen Volksbank Münsterland Nord forciert werden. Zu diesem Zweck sind derzeit 42 von 92 Standorten zwischen Hopsten und Drensteinfurt noch mit eigenem Volksbank-Personal besetzt.

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