Rosa Kogenschott und Doris Teller seit 45 Jahren im Marienhospital
„Nicht viel falsch gemacht“

Steinfurt -

Wer auch immer seit 1975 ein Kind im Borghorster Krankenhaus zur Welt gebracht hat, der kennt sie mit hoher Wahrscheinlichkeit: Seit nunmehr 45 Jahren ist Rosa Kogenschott Mitarbeiterin des Marienhospitals und hat davon 40 Jahre auf der Neugeborenen- und Wöchnerinnenstation gearbeitet. Weil die großen Jubilarfeiern coronabedingt derzeit ausfallen, hat sie, ebenso wie ihre Kollegin Doris Teller, jetzt Blumen der Geschäftsleitung bekommen. Denn auch die Laborleiterin Doris Teller arbeitet in diesem Jahr seit 45 Jahren im Steinfurter Krankenhaus.

Montag, 12.10.2020, 15:31 Uhr aktualisiert: 13.10.2020, 15:32 Uhr
Doris Teller (mit Blumen, l.) und Rosa Kogenschott sind schon seit 45 Jahren Mitarbeiterinnen im Steinfurter Krankenhaus und damit dort aktuell die Dienstältesten von über 700 Kollegen. Dafür gab es Blumen der Geschäftsführung, vertreten durch Dirk Schmedding (r.).
Doris Teller (mit Blumen, l.) und Rosa Kogenschott sind schon seit 45 Jahren Mitarbeiterinnen im Steinfurter Krankenhaus und damit dort aktuell die Dienstältesten von über 700 Kollegen. Dafür gab es Blumen der Geschäftsführung, vertreten durch Dirk Schmedding (r.).

Wer auch immer seit 1975 ein Kind im Borghorster Krankenhaus zur Welt gebracht hat, der kennt sie mit hoher Wahrscheinlichkeit: Seit nunmehr 45 Jahren ist Rosa Kogenschott Mitarbeiterin des Marienhospitals und hat davon 40 Jahre auf der Neugeborenen- und Wöchnerinnenstation gearbeitet. Weil die großen Jubilarfeiern coronabedingt derzeit ausfallen, hat sie, ebenso wie ihre Kollegin Doris Teller , jetzt Blumen der Geschäftsleitung bekommen. Denn auch die Laborleiterin Doris Teller arbeitet in diesem Jahr seit 45 Jahren im Steinfurter Krankenhaus und hat das Blut hunderttausender Patienten in der Zwischenzeit untersucht, schreibt das Marienhospital in einem Pressetext. „Es ist ganz toll, dass Sie beide uns solange als Mitarbeiterinnen begleiten und erhalten bleiben“, freute sich Geschäftsführer Dirk Schmedding .

Die Horstmarerin Rosa Kogenschott erinnert sich noch genau, wie sie mit dem damals neuen Chefarzt Dr. Klaus Robke ab 1975 die Neugeborenenabteilung aufgebaut hat. „Zehn Jahre habe ich die Station auch geleitet“, erzählt sie. Dann wollte sie sich mehr Zeit um Familie und Kinder nehmen. „Da musste ich schweren Herzens die Leitung abgeben und in den Nachtdienst wechseln.“ Denn eine Teilzeitregelung wie heute, die gab es in den 1980er Jahren noch nicht. „Da haben es die Kolleginnen heute wirklich leichter.“ Noch eine Entwicklung begrüßt Kogenschott: „Während die Väter früher nur zu festen Zeiten zu Besuch kommen durften, wickeln sie heute selbst die Kinder und dürfen auf Wunsch fast überall mit dabeisein.“ Für die Frauen sei das eine große Erleichterung. Sie sieht aber auch die Kehrseite der Medaille: Wenn Wöchnerinnen früher acht Tage im Krankenhaus verbracht haben, waren sie oft mit ihren Kindern schon viel sicherer: „Der Babyblues war dann meist überstanden.“ Heute verlassen sie meist nach drei Tagen das Krankenhaus.

Als die Borghorster Geburtenstation im Jahr 2015 geschlossen wurde, kam das für die passionierte Stillberaterin völlig unverhofft. „Die Schließung war für mich sehr schmerzhaft.“ Dennoch fühlt sie sich heute auf der chirurgischen Station ebenfalls wohl. „Das machen vor allem die tollen Kollegen wett“, erklärt die 66-Jährige, die nach ihrem offiziellen Ruhestand immer noch in Teilzeit auf der Station arbeitet.

Ebenfalls 66 Jahre alt ist Doris Teller. Als 21-Jährige hatte sie nach ihrer Ausbildung zur MTA ihre Karriere im Labor des Marienhospitals gestartet. Seit fast 40 Jahren leitet sie das Labor. „Da habe ich scheinbar nicht viel falsch gemacht“, sagt die Steinfurterin lachend.

Besonders fasziniert habe Teller, wie sich die Technik verändert hat. „Früher haben wir alle Proben noch per Hand angesetzt.“ Damals habe sie mit ihren Kollegen noch vom ersten vollautomatischen Laborapparat geträumt. „Den gab es erstmals in Amerika. So einen wollte ich auch hier haben.“ Und den hat sie auch bekommen. Inzwischen sind viele Untersuchungen automatisiert. „Die Arbeit ist aber trotzdem mehr geworden. Denn heute gibt es viel mehr Proben, mehr Parameter, auf die wir testen, und es muss auch schneller gehen“, so die Laborleiterin.

Im Juni winkt für Doris Teller der Ruhestand. Ob sie dann ganz aufhört? Teller: „So lange ich noch fit bin, kann ich mir gut vorstellen, auch weiterzumachen.“

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