2. Heimat-Preis NRW im Kreis Steinfurt für Volker Leiß
Liebeserklärung in Noten und Bildern

Steinfurt -

Der Steinfurter Arzt, Komponist und Flötenspieler Dr. Volker Leiß erhält den mit 3000 Euro dotierten 2. Heimat-Preis NRW im Kreis Steinfurt 2020. Auf Platz 1 (5000 Euro) ist der Tüottenstamm Mettingen der Deutschen Pfadfinderschaft St. Georg gelandet. Der Heimatverein Riesenbeck (2000 Euro) macht das Preisträger-Trio komplett.

Mittwoch, 14.10.2020, 16:38 Uhr aktualisiert: 15.10.2020, 15:18 Uhr
Volker Leiß bei der Uraufführung seiner „Symphonie des Münsterlandes“ vor einem Jahr im Grevener Ballenlager. Der Arzt und Komponist erhält für seine Arbeit am 24. November den 2. Heimat-Preis NRW im Kreis Steinfurt.
Volker Leiß bei der Uraufführung seiner „Symphonie des Münsterlandes“ vor einem Jahr im Grevener Ballenlager. Der Arzt und Komponist erhält für seine Arbeit am 24. November den 2. Heimat-Preis NRW im Kreis Steinfurt. Foto: Gunnar A. Pier

Der Steinfurter Arzt, Komponist und Flötenspieler Dr. Volker Leiß erhält den mit 3000 Euro dotierten 2. Heimat-Preis NRW im Kreis Steinfurt 2020. Auf Platz 1 (5000 Euro) ist der Tüottenstamm Mettingen der Deutschen Pfadfinderschaft St. Georg gelandet. Der Heimatverein Riesenbeck (2000 Euro) macht das Preisträger-Trio komplett.

„Alle drei Preisträger zeigen auf ganz unterschiedliche Weise ein herausragendes Engagement in der Gestaltung von Heimat vor Ort“, urteilte die Jury, die aus Politikern, Verwaltungsmitarbeitern sowie Fachvertretern gebildet worden war. Den Vorsitz hatte Christoph Borgert , Vorsitzender des Kreisausschusses für Schule, Kultur und Sport.

„Dieser zweite Preis macht mich total happy“, freut sich Leiß über die Auszeichnung und insbesondere darüber, dass seine „Symphonie des Münsterlandes – für Orchester und Fahrradklingeln“ eine weitere überregionale Beachtung gefunden hat. Das Orchesterwerk war vor fast genau einem Jahr, am 12. Oktober 2019, vom Sinfonieorchester Münster im Grevener Ballenlage im Rahmen des Münsterlandfestivals part 10 uraufgeführt worden. Mit seiner Liebeserklärung an seine Heimat, die Schönheiten und Besonderheiten der Region in Bild und Ton vereint, habe er wichtige Impulse für den Kreis Steinfurt gesetzt, lautete das Lob der Preiskommission. Bewundernswert, so schreibt Landrat Dr. Martin Sommer in einem Brief an Leiß, sei zudem die hohe Qualität der Symphonie und die gelungene Verknüpfung mit Fotoaufnahmen aus der Region. Und weiter: „Diese geleistete Arbeit verdient höchste Wertschätzung, das sie einen großen Teil dazu beiträgt, Heimat im Kreis Steinfurt zu bewahren und gleichzeitig für die Zukunft zu gestalten.“

Wie das Münsterland, seine Burgen und Schlösser, Webstühle und Parklandschaften, wie eine Pättkestour oder der Westfälische Frieden klingt und ausschaut, das lässt sich auf der CD und DVD nachvollziehen, die Leiß zu seinem Werk herausgebracht hat. Die Nachfrage ist offenbar groß. Wie Leiß verrät, ist eine zweite Auflage bereits geplant.

Wird die „Symphonie des Münsterlandes“ darüber hinaus in einem weiteren Live-Konzert zu hören sein? „Das wäre natürlich mein Traum“, sagt Volker Leiß und verbindet damit die leis(s)e Hoffnung, dass es eine Wiederholung des viel gerühmten Auftritts vielleicht irgendwann bei den „Aaseerenaden“ in Münster geben könnte. „Es gibt Kontakte“, verrät Leiß. Die Zukunft der Veranstaltung sei nach der corona-bedingten Absage in diesem Jahr allerdings noch offen.

Der Termin für die Verleihung des Heimat-Preises steht aber bereits fest: 24. November, 19 Uhr, Steinfurter Kreishaus, großer Sitzungssaal. Übrigens: Was Volker Leiß mit dem Preisgeld macht, weiß er auch schon. Er antwortet: „Von unerwartetem Geld wird immer was gespendet. Der Rest wird für neue Musikprojekte beiseite gelegt.“

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