Kooperationsprojekt zur Förderung der Biodiversität an den Technischen Schulen
Eine Insel für Wildbienen

Steinfurt -

Im Verlauf eines Kooperationsprojektes haben Schüler der Mittelstufe der Gärtnerklassen der Technischen Schulen des Kreises Steinfurt eine Wildbienen- und Insekteninsel auf dem Schulgelände an der Liedekerker Straße in Burgsteinfurt angelegt und gestaltet.

Donnerstag, 15.10.2020, 15:18 Uhr aktualisiert: 15.10.2020, 15:58 Uhr
Stück für Stück ist am Rand des Geländes der Technischen Schulen in Burgsteinfurt ein rund 22 Quadratmeter großer Modelllebensraum entstanden, der vor allem bodennistenden Wildbienen aber auch Hohlraum- und Morschholzbewohnern ein Nisthabitat bietet.
Stück für Stück ist am Rand des Geländes der Technischen Schulen in Burgsteinfurt ein rund 22 Quadratmeter großer Modelllebensraum entstanden, der vor allem bodennistenden Wildbienen aber auch Hohlraum- und Morschholzbewohnern ein Nisthabitat bietet. Foto: Kreis Steinfurt

Im Verlauf eines Kooperationsprojektes haben Schüler der Mittelstufe der Gärtnerklassen der Technischen Schulen des Kreises Steinfurt eine Wildbienen- und Insekteninsel auf dem Schulgelände an der Liedekerker Straße in Burgsteinfurt angelegt und gestaltet. Zum Auftakt hatte die Biodiversitätsbeauftragte des Kreises Steinfurt, Judith Minker , gemeinsam mit der Bezirksschülervertretung des Kreises Steinfurt (BSV Steinfurt), dem ehrenamtlichen Wildbienenschützer Werner Meyknecht aus Recke und dem Leiter der AG Biene des Nabu-Ortsverbandes Münster, Joachim Eber­hardt, den Schülern in einem zweistündigen Workshop die ökologischen und fachlichen Hintergründe erläutert. Gemeinsam haben haben sie erarbeitet, dass Insekten- und Wildbienenschutz vor dem Hintergrund der Bedrohung heimischer Pflanzen- und Tierarten immer mehr an Bedeutung gewinnt.

Die praktischen Arbeiten an der Fläche wie das Auffüllen mit unterschiedlichen Substraten und die Bepflanzung der einzelnen Teilflächen setzten die Schüler dann selbst um. So ist Stück für Stück ein rund 22 Quadratmeter großer Modelllebensraum entstanden, der vor allem bodennistenden Wildbienen, aber auch Hohlraum- und Morschholzbewohnern ein Nisthabitat bietet.

Die Fläche unterteilt sich in verschiedene Bereiche wie eine offene Sandfläche, die in eine Steilwand übergeht, eine Trockenmauer, Totholzstrukturen und Blühflächen.

Die BSV Steinfurt begleitete die Arbeiten mit einer Kamera, um das Projekt in einem Film festzuhalten.

Hintergrund des Projektes ist, dass sich die Mitglieder der BSV Steinfurt bereits seit einiger Zeit intensiv mit dem Thema Insektenrückgang – speziell bei den heimischen Wildbienen – beschäftigen und die aktuelle Legislaturperiode nutzen möchten, um einen Beitrag zu Nachhaltigkeit, Umweltbildung und Umweltschutz sowie zum Erhalt der Biodiversität zu leisten. Unterstützt wird diese Idee durch das Umwelt- und Planungsamt des Kreises Steinfurt, der zum Beispiel im Rahmen seines Blühflächenförderprogramms eine Aufwertung städtischer Lebensräume unterstützt. Denn der urbane Raum ist mit seinen öffentlichen Grünflächen und privaten Gärten in diesem Zusammenhang längst in den Fokus gerückt. „Hier liegt ein großes Potential, um mithilfe verschiedener Lebensräume auf kleinem Raum dem Artenschwund etwas entgegenzusetzen“, erklärt Judith Minker. Es sei daher wichtig, auf möglichst vielen öffentlichen und privaten Flächen Ersatzlebensräume zu schaffen, um zum Erhalt der Artenvielfalt beizutragen.

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