Premiere von „Das Gold vom Galgenfeld“
Magische Momente

Burgsteinfurt -

Annika findet beim Angeln an der Aa einen alten Ring, der zu einem Schatz gehören soll. Darum dreht sich der Film „Das Gold vom Galgenfeld“, den Klaus Uhlenbrock mit zehn Jugendlichen gedreht hat. Im Kino Steinfurt feierte der Film nun Premiere.

Sonntag, 01.11.2020, 16:21 Uhr aktualisiert: 01.11.2020, 16:30 Uhr
Klaus Uhlenbrock (r.) überreichte jedem Darsteller eine DVD mit dem Film „Das Gold vom Galgenfeld“. Im Szenenfoto (kl. Bild) zeigt Annika dem Goldschmied einen alten Ring, den er mit einem Schatz in Verbindung bringt
Klaus Uhlenbrock (r.) überreichte jedem Darsteller eine DVD mit dem Film „Das Gold vom Galgenfeld“. Im Szenenfoto (kl. Bild) zeigt Annika dem Goldschmied einen alten Ring, den er mit einem Schatz in Verbindung bringt Foto: Nix

Es war eine der letzten Vorführungen im Kino Steinfurt, bevor der Teil-Lockdown die Betreiber zwingt, die Türen im November zu schließen. Am Samstag stand die Premiere des Klaus-Uhlenbrock-Films „Das Gold vom Galgenfeld“ auf dem Programm. Gedreht wurde an Originalschauplätzen, so auf dem alten „Galgenfeld“ am Bahnübergang bei Nünningsmühle. Der Film ist ein Kulturrucksack-Projekt, bei dem Uhlenbrock mit Steinfurt Marketing + Touristik (SMarT) kooperiert hat. Es geht um die spannende Geschichte um Annika und einen alten Ring, den sie beim Angeln an der Aa findet und der zu einem alten Schatz gehören soll. Der Film garantiert magische Momente.

Zehn Akteure im Alter von zehn bis 14 Jahren schlüpften in verschiedene Rollen, fast alle waren bei der Premiere dabei. Uhlenbrock, Drehbuchautor, Regisseur, Kameramann und Cutter in Personalunion, überreichte jedem eine Film-DVD. Nach der Premiere lud er die Produktion auf seinem Youtube-Kanal hoch.

Mieke Gassel spielte die Protagonistin Annika. „Eigentlich habe ich nicht sofort gesagt, dass ich die Hauptrolle spielen will, das hat Klaus Uhlenbrock entschieden“, erläutert sie. Doch dagegen hatte sie nichts einzuwenden. „Ich fand cool, dass wir jeder eine DVD vom Film bekommen und ihn immer wieder anschauen können“, sagt Gassel. Was ist ihre eindringlichste Erinnerung von den Dreharbeiten? „Als wir am Fluss waren und ich einen Ring fand, der mich in eine andere Zeit katapultieren konnte.“ Besagter Ring stammt in der Realität aus dem Familienbesitz der Uhlenbrocks und macht tatsächlich den Eindruck, als stamme er aus der Mitte der 16. Jahrhunderts. So alt soll er sein, sagt Goldschmied Haag, in diesem Fall verkörpert von einem Erwachsenen, Karl-August Valk.

Der Ring, so vermutet der Goldschmied, könnte zu einem alten Schatz gehören, der mit dem ehemaligen Galgenfeld in Steinfurt in Verbindung steht. Annika und Cousin Rene, gespielt von Lukas Fleischer, forschen nach. Der geheimnisvolle Fund gehört zur Sage eines Goldschatzes, der im Wald von Wölfen bewacht werden soll.

Die Story ist von den jungen Mitwirkenden frei erfunden, hat aber, wie viele Geschichten, einen wahren Kern. „So um 1530 hat die Gräfin von Burgsteinfurt einen Kirchenschatz versteckt“, erläutert Uhlenbrock. Er wurde den Rittern der Johanniterkommende übergeben, die darauf Acht geben sollten. Schlechterdings rückten sie ihn nicht wieder heraus. „Es gab eine Gerichtsverhandlung, deren Dokumente ich einsehen durfte“, so der Drehbuchautor. Letztlich ist die Handlung angelehnt an besagte Kirchenschatz-Geschichte und an bekannte münsterländische Sagen.

„Eigentlich sollte der Film bereits im Sommer fertiggestellt sein“, verrät der Regisseur. Doch Corona machte einen Strich durch die Rechnung. Jetzt ist er gerade frisch geschnitten. Sogar die „Seufzer-Brücke“, die bis in die 50er-Jahre des vergangenen Jahrhunderts existierte, wurde zum Leben erweckt. „Man fand sie damals auf Höhe des Hofes Drunkenmölle zwischen Borghorst und Burgsteinfurt“, so Uhlenbrock. Zum Galgen Verurteilte mussten sie bei ihrem letzten Gang überqueren und sollen dabei einen finalen Seufzer ausgestoßen haben. Auch wenn es vielleicht nicht ganz so war, die Vorstellung sorgt für echten Halloween-Grusel.

  • In weiteren Rollen: Anna-Lisanne Berning als Franzi, Valerie Colver als Emma, Frederik Reppien als Johan Haag, Raphael Reppien als Rafi Haag, Johann Greiving als Julius, Emma Reck als Ava die „Edle“, Tristan Dolleck als Lenhardt, Avas Bruder und Felix Engemann als Thorvald.
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