Führungswechsel in der Steinfurter Wache
„Polizei findet draußen statt“

Steinfurt -

Die Polizeiwachen Steinfurt und Ochtrup haben einen neuen Leiter: Seit 1. Oktober ist Andreas Schramm in einer zentralen Position verantwortlich für die Führung und den Einsatz von rund 60 Beamtinnen und Beamten. Zu der Einheit zählen neben Steinfurt und Ochtrup die Kommunen Horstmar, Laer, Metelen und Wettringen.

Sonntag, 15.11.2020, 14:36 Uhr
Polizeidirektor André Weiß mit dem ersten Polizeihauptkommissar Andreas Schramm (l.), der die Leitung der Polizeiwachen Steinfurt und Ochtrup übernommen hat.
Polizeidirektor André Weiß mit dem ersten Polizeihauptkommissar Andreas Schramm (l.), der die Leitung der Polizeiwachen Steinfurt und Ochtrup übernommen hat. Foto: Drunkenmölle

Führungswechsel in den Polizeiwachen Steinfurt und Ochtrup: Die Leitung dieser organisatorischen Einheit innerhalb der Kreispolizeibehörde hat Andreas Schramm am 1. Oktober übernommen. Der erste Polizeihauptkommissar ist damit in einer zentralen Position verantwortlich für die Führung und den Einsatz von rund 60 Beamtinnen und Beamten, die für Sicherheit und Ordnung in sechs Kommunen mit insgesamt rund 82 000 Einwohnern sorgen sollen. Dazu zählen neben Steinfurt und Ochtrup Horstmar, Laer, Metelen und Wettringen.

Der gebürtige Neuenkirchener ist 51 Jahre alt, verheiratet und Vater von zwei 17 und 19 Jahre alten Jungs. Schramm ist über den zweiten Bildungsweg nach einer Ausbildung als Maschinenschlosser und Fachabitur 1990 zur Polizei gekommen, war zunächst in Köln, Oberhausen und Münster auf Steife, hat dann zwei Jahre an der Polizeifachhochschule Münster studiert. Im Anschluss war er als Dozent im Landesamt für Aus- und Fortbildung tätig. 2009 folgte die Rückkehr in seinen Heimatkreis. Dort wurde er stellvertretender Leiter eines Einsatztrupps, dann Dienstgruppenleiter der Wache Emsdetten und war danach in gleicher Funktion in der Leitstelle der Polizei in Steinfurt eingesetzt. Vor seinem jüngsten Karrieresprung hat Schramm als Leiter der Führungsstelle Gefahrenabwehr/Einsatz innerhalb der Behörde Stabsdienst geleistet.

Die Polizei habe Schramm den verantwortungsvollen Job übertragen, weil der 51-Jährige Persönlichkeit ausstrahle und sowohl über soziale als auch große fachliche Kompetenz verfüge, begründet André Weiß, Leiter der Direktion Gefahrenabwehr/Einsatz in der Kreispolizeibehörde, die Berufung. Schramm kenne aufgrund seiner vielseitigen Verwendungen das Einsatzgeschehen im Kreis, die Kriminalitätsentwicklung, das Unfallgeschehen und die notwendigen Strategien, um für Sicherheit und Ordnung zu sorgen.

Andreas Schramm ist aber nicht nur als Führungskraft, sondern auch als Ansprechpartner für die Städte und Gemeinen im Einzugsgebiet der beiden Wachstandorte gefragt. Die Vorstellung bei den Bürgermeistern und in den Ordnungsämtern soll in den nächsten Wochen folgen. Wichtig ist ihm, dass die Polizei auf den Straßen präsent ist. Das Sicherheitsgefühl der Bevölkerung müsse weiter gestärkt werden. Weiß ergänzt: „Polizei findet draußen statt.“ Sowohl was Ausbildung als auch Stärke und Ausstattung des Personals angehe, sei die Polizei gut aufgestellt, ist der Polizeidirektor von der Schlagkraft der Truppe überzeugt.

Schramm sind Austausch und Dialog auf allen Ebenen wichtig. Niemand müsse Scheu haben, die Polizei zu rufen – lieber einmal mehr als einmal zu wenig. Schramm dazu: „Wir sind immer auf die Mitarbeit und das Miteinander der Bevölkerung angewiesen.“ Die steigende Gewalt gegen Polizei- und Vollzugsbeamte beobachtet er mit Sorge: „Da wünsche ich mir natürlich wieder mehr Respekt im Umgang.“

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