Spielplatzfreunde Münsterstiege auf den Barrikaden
„Handeln der Bürgermeisterin ein Schlag ins Gesicht“

Steinfurt -

Das gibt es selten, dass ein Artikel auf der Jugendseite dieser Zeitung auch bei den Erwachsenen für mächtig Wirbel sorgt. Aber die am Freitag nachzulesenden Äußerungen der Bürgermeisterin rund um das Basketballfeld am Abenteuerspielplatz Münsterstiege/Sandweg haben in der Politik wie bei den Spielplatzfreunden für große Empörung gesorgt. Christian Franke als Sprecher der GAL und damaliger Mitinitiator für den Bau des Platzes spricht sogar von einem „Schlag ins Gesicht“ der Ehrenamtlichen, die damals rund 50 000 Euro für die Errichtung der Anlage eingeworben hätten.

Montag, 16.11.2020, 17:50 Uhr aktualisiert: 17.11.2020, 15:16 Uhr
Die Bürgermeisterin spricht von baufällig, für CDU und GAL ist der Basketballplatz an der Münsterstiege tadellos.
Die Bürgermeisterin spricht von baufällig, für CDU und GAL ist der Basketballplatz an der Münsterstiege tadellos. Foto: Axel Roll

 

Zur Erinnerung: Claudia Bögel-Hoyer hatte gegenüber der „Jugendfrei“-Redaktion gesagt, dass das Basketballfeld – nicht der Spielplatz – aufgegeben werden soll, weil Asphalt und Korb „extrem baufällig“ seien. An der Gräfin-Bertha-Straße solle dafür ein neues Feld angelegt werden.

„Das ist sachlich falsch“, sagt Franke . Der Platz sei vielmehr in einem tadellosen Zustand, allenfalls der Korb könne vielleicht einen Überzug mit geräuschdämpfendem Material vertragen. Die uneingeschränkte Bespielbarkeit des Feldes habe sogar der Technische Beigeordnete Hans Schröder bestätigt. Rückendeckung bekommt Christian Franke von der CDU-Fraktion, die über das Wochenende erst eine Ortsbegehung gemacht und dann einen Antrag formuliert hatte. Auch die Christdemokraten wollen die Korbballecke auf jeden Fall am Standort Münsterstiege erhalten. „Von Baufälligkeit kann hier keine Rede sein“, schreibt CDU-Fraktionschef Norbert Kerkhoff. Er möchte in den zuständigen Ausschüssen einen Sachstandsbericht von der Verwaltung.

GAL-Sprecher Franke hält es zudem für ein Unding, dass die beiden Anträge, die von Jugendlichen und Spielplatz-Initiatoren für den Erhalt der Fläche gestellt wurden, auch nach mehr als vier Wochen immer noch nicht bei den Ratsfraktionen angekommen seien. Dass der Platz aufgegeben werden soll, hätten die Spielplatz-Initiatoren nur zufällig erfahren. Christian Franke kündigt jetzt schon mal an: „Zur Zukunft des Basketballplatzes wird es noch intensive Diskussionen mit der Bürgermeisterin und der Verwaltung geben.“

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