870 000 Euro für Belebung der Ortskerne
Citymanager kann kommen

Steinfurt -

Die Stadt Steinfurt erhält aus dem NRW-Sofortprogramm zur Stärkung der Innenstädte und Zentren rund 870 000 Euro – 520 000 Euro für Borghorst, 350 000 Euro für Burgsteinfurt. „Das ist mehr als erwartet“, freuen sich Bürgermeisterin Claudia Bögel-Hoyer, Erster Beigeordneter Michael Schell und Viola Keller, Mitarbeiterin der Steinfurter Wirtschaftsförderung, am Montag im Rathaus über die überraschende Nachricht aus Düsseldorf.

Dienstag, 17.11.2020, 16:06 Uhr aktualisiert: 17.11.2020, 16:10 Uhr

Die Stadt Steinfurt erhält aus dem NRW-Sofortprogramm zur Stärkung der Innenstädte und Zentren rund 870 000 Euro – 520 000 Euro für Borghorst, 350 000 Euro für Burgsteinfurt. „Das ist mehr als erwartet“, freuen sich Bürgermeisterin Claudia Bögel-Hoyer , Erster Beigeordneter Michael Schell und Viola Keller, Mitarbeiterin der Steinfurter Wirtschaftsförderung, am Montag im Rathaus über die überraschende, unter anderem von der CDU-Landtagsabgeordneten Christina Schulze Föcking, zum Wochenanfang verbreiteten Nachricht aus Düsseldorf. Zwei Anträge waren beim Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung in der Hoffnung gestellt worden, das zumindest einer bewilligt wird, fügt Schell an.

Im Juli hatte die Landesregierung 70 Millionen Euro zur Verfügung gestellt, um die durch die von den Folgen der Corona-Pandemie von Leerständen und Schließungen in Handel und Gastronomie betroffenen Städte und Gemeinden zu unterstützen. 40 Millionen Euro wurden jetzt ausgeschüttet. Weitere 30 Millionen Euro sollen folgen. Die Frist für die Vorlage der Förderanträge für das „Sofortprogramm Innenstadt“ ist auf den 30. April 2021 verlängert worden. Damit soll, so Ministerin Ina Scharrenbach, der guten Resonanz Rechnung getragen werden.

Das Geld (90 Prozent Landesförderung, zehn Prozent Eigenanteil) soll in Steinfurt in erster Linie dafür verwendet werden, das sowohl von der Wirtschaft als auch von der Politik gefordertes Citymanagement in der Kreisstadt zu installieren. „Dafür wäre der Weg jetzt frei“, erklärt Schell. Ziel ist es unter anderem, Nutzungskonzepte für leerstehende Immobilien zusammen mit Wirtschaftsfachleuten, Eigentümern und Investoren zu entwickeln, um den Einzelhandel in den Ortszentren zu beleben. Dazu zählen auch Modelle, mit Ladenbesitzern über vergünstigte Mieten zu verhandeln und potenziellen Geschäftsleuten durch Mietzuschüssen Starthilfen für Neueröffnungen zu gewähren. Vorbereitungen, die Leistungen für ein Citymanagement auszuschreiben, seien bereits für eine politische Beratung getroffen. Im Frühjahr/Sommer, so eine vorsichtige Vorausschau von Michael Schell, könnte dann ein Citymanager seine Arbeit aufnehmen.

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