Steinfurter Marienhospital testet ein Jahr das Ortungssystem „Visilion“
Schneller Zugriff auf Medizintechnik

Steinfurt -

Wo steht das nächste Ultraschallgerät? In welchem Patientenzimmer befindet sich der nächste Rollstuhl? Um solche Fragen zu klären, müssen Ärzte und Pflegekräfte nicht mehr zu Fuß Räume durchsuchen oder im Haus herumtelefonieren. Es reicht der Gang zu einem Bildschirm und mit wenigen Klicks ist das gewünschte Gerät gefunden.

Mittwoch, 18.11.2020, 16:40 Uhr aktualisiert: 19.11.2020, 14:58 Uhr
Steinfurter Marienhospital testet ein Jahr das Ortungssystem „Visilion“: Schneller Zugriff auf Medizintechnik

Wo steht das nächste Ultraschallgerät? In welchem Patientenzimmer befindet sich der nächste Rollstuhl? Um solche Fragen zu klären, müssen Ärzte und Pflegekräfte nicht mehr zu Fuß Räume durchsuchen oder im Haus herumtelefonieren. Es reicht der Gang zu einem Bildschirm und mit wenigen Klicks ist das gewünschte Gerät gefunden.

Für Prof Dr. Uwe Haverkamp ist diese neue Technologie ein Beispiel für die effektive Unterstützung von Arbeitsabläufen durch Digitalisierung. Haverkamp ist Geschäftsführer des Bereichs Medizintechnik in der UKM Infrastruktur Management-Gesellschaft. Er sagt: „Wenn es im Notfall darauf ankommt, ein Gerät in wenigen Minuten einsatzbereit zu haben, so kann es dank dieser Technik schneller gefunden werden.“

Für den Gerätehersteller testet das Steinfurter Marienhospital ein Jahr das System „Visilion“ im Echteinsatz. Geschäftsführer Dirk Schmedding sagt: „Wir sind sozusagen das Labor, in dem das System seine Einsatzfähigkeit für ein Haus der Grund- und Regelversorgung beweisen muss.“

Und so funktioniert das Ganze: Verschiedene technische Betriebsmittel wie zum Beispiel Ultraschallgeräte, mobile Röntgengeräte (C-Bögen), EKG-Geräte aber auch Betten sind mit kegelförmigen Trackern ausgestattet worden. Diese senden alle paar Sekunden ein Signal an die sogenannten Observer , die im ganzen Krankenhaus installiert wurden. Die Observer schaffen ein Netz, in dem die Geräte auf bis zu zehn Metern geortet werden können. In ausgewählten Bereichen ist das Netz noch enger geknüpft, sodass die Ortung auf bis zu drei Meter genau abgesichert ist. Die Anzahl der Tracker ist beschränkt, aber es werden nach und nach unterschiedliche Gerätegruppen damit ausgestattet, beschreibt das Marienhospital die neue Technik in einer Pressemitteilung werden.

Nicht nur das Auffinden der eingebundenen Geräte wird erleichtert. Denn auch die Bewegung der Geräte wird erfasst und ausgewertet. Haverkamp sagt: „Wie eine gekochte Spaghetti sieht das tägliche Bewegungsprofil eines Geräts aus.“ Die Profile werden genutzt, um zum Beispiel Hinweise dafür zu bekommen, ob ein Gerät für den alltäglichen Bedarf einen optimalen Standort hat.

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