Heimatverein Borghorst blickt wie alle Vereine auf ein veranstaltungsarmes Jahr zurück
Abgesagt, abgesagt, abgesagt

Borghorst -

Die Backöfen für den ebenso beliebten wie traditionellen Plätzchenverkauf bleiben kalt – und das Heimathaus für die Krippenausstellung am zweiten Adventswochenende geschlossen. „Corona macht uns einen kräftigen Strich durch die Rechnung“, bedauert Alfred Heptner. Dem Vorsitzenden des Borghorster Heimatvereins kommen beim Blick in das Jahresprogramm 2020 die Tränen.

Dienstag, 24.11.2020, 16:16 Uhr
Die Damen des Heimatvereins, hier ein Archivfoto, backen in diesem Jahr keine Weihnachtsplätzchen.
Die Damen des Heimatvereins, hier ein Archivfoto, backen in diesem Jahr keine Weihnachtsplätzchen. Foto: Axel Roll

Die Backöfen für den ebenso beliebten wie traditionellen Plätzchenverkauf bleiben kalt – und das Heimathaus für die Krippenausstellung am zweiten Adventswochenende geschlossen. „Corona macht uns einen kräftigen Strich durch die Rechnung“, bedauert Alfred Heptner . Dem Vorsitzenden des Borghorster Heimatvereins kommen beim Blick in das Jahresprogramm 2020 die Tränen, wie vielen seiner Kollegen aus der Steinfurter Vereinswelt.

Die Masematte-Lesung Anfang März ist so ziemlich die einzige Veranstaltung, die planmäßig stattfinden konnte. Osterausstellung, Jahreshauptversammlung , Radreisen durch Holland, Fünf-Tages-Fahrt zur Ostsee, Lambertus und sogar das Adventskonzert am kommenden Sonntag. Alles abgesagt. „Ob wir die Silvesterwanderung mit Berlineressen planmäßig starten können, das weiß jetzt noch keiner“, bedauert der Vorsitzende.

Das Einzige, was die Heimatfreunde derzeit garantieren können, ist die Weihnachtsbeleuchtung für ihr Vereinsdomizil. „Die hängt schon“, so Heptner. Ob allerdings die große Tanne vor dem Portal Aufstellung nehmen kann, das steht noch in den (Weihnachts)Sternen. Bislang, so seine Information, habe sich bei der Stadt kein Spender für das dekorative Großgrün gemeldet.

Dass der Plätzchen- und Krippenverkauf im üblichen Rahmen zum Borghorster Weihnachtsmarkt ausfallen muss, bedauert Marita Schmeddinghoff als Kassiererin ganz besonders. „Die Einnahmen hätten wir gut gebrauchen können.“ Genau wie die aus den Führungen für Besuchergruppen mit anschließendem Kaffeetrinken im Heimathaus. Gerade in diesem Jahr.

„Bislang haben wir mehr Soll- als Haben-Posten zu verbuchen und damit mehr Ausgaben als Einnahmen“, schildert die Kassiererin die monetäre Situation. Der Virusbefall der Finanzen hat beim Heimatverein zwar noch keine dramatischen Formen angenommen, „aber schön ist das nicht“, schaut Alfred Heptner mit Sorge in das nächste Jahr.

Für das Programm 2021 stecken die Borghorster Heimatfreunde natürlich schon mitten in den Planungen. Die Absprachen dazu finden derzeit ausschließlich per Telefon, WhatsApp oder E-Mail statt. „Die regelmäßigen Vorstandssitzungen haben wir im Oktober wieder aufgegeben“, betont der Vorsitzende. Das eigentlich für Sonntag geplante Adventskonzert mit der plattdeutsch singenden Band „Strauhspier“ aus Rheine haben die Organisatoren schon auf den Advent 2021 verschoben.

Dass die Jahreshauptversammlung im März auf ein unbestimmtes Datum verschoben werden musste, stellt satzungsrechtlich kein so großes Problem da. „Es heißt darin wörtlich, dass jährlich eine Generalversammlung stattfinden soll.“ Gleichwohl müssten einige personelle Entscheidungen getroffen werden, die nicht auf die lange Bank geschoben werden könnten. Aber auch von solchen Problemen lässt sich das Corona-Virus wenig beeindrucken. Alfred Heptner weiß das.

Die Seniorengruppe des Heimatvereins stellt einige Krippen zum Verkauf auf dem Hof Stegemann am Fleigenweg aus.       

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