Baumschutzsatzung bietet nach Auffassung der CDU keinen wirksamen Mehrwert
„Einsicht ist besser als jede Vorschrift“

Steinfurt -

„Kein Baum sollte unnötig gefällt werden. Dies sehen auch die meisten Einwohner unserer Stadt so. Allerdings benötigen wir für den Schutz unserer Bäume keine Baumschutzsatzung.“ Diese Meinung vertritt Andre Schwietert, Sprecher der CDU-Fraktion im Ausschuss für Umwelt, Energie und Klimaschutz. Mehr gewonnen wäre seiner Ansicht nach durch eine konsequente Anwendung der bestehenden Möglichkeiten wie zum Beispiel die Festsetzung von zu erhaltenden Bäumen in Bebauungsplänen.

Sonntag, 03.01.2021, 14:16 Uhr aktualisiert: 04.01.2021, 15:20 Uhr
Andre Schwietert, CDU-Fraktionssprecher im Ausschuss für Umwelt, Energie und Klimaschutz (r.), und Fraktionschef Norbert Kerkhoff sprechen sich gegen eine Baumschutzsatzung aus, wie sie GAL und Bündnis-Grüne einfordern.
Andre Schwietert, CDU-Fraktionssprecher im Ausschuss für Umwelt, Energie und Klimaschutz (r.), und Fraktionschef Norbert Kerkhoff sprechen sich gegen eine Baumschutzsatzung aus, wie sie GAL und Bündnis-Grüne einfordern.

„Kein Baum sollte unnötig gefällt werden. Dies sehen auch die meisten Einwohner unserer Stadt so. Allerdings benötigen wir für den Schutz unserer Bäume keine Baumschutzsatzung.“ Mit diesen Worten wird Andre Schwietert , Sprecher der CDU-Fraktion im Ausschuss für Umwelt, Energie und Klimaschutz, in einer Pressemitteilung der Union zitiert. Mehr gewonnen wäre seiner Ansicht nach durch eine konsequente Anwendung der bestehenden Möglichkeiten wie zum Beispiel die Festsetzung von zu erhaltenden Bäumen in Bebauungsplänen.

Gemeinsames Anliegen von Politik und Bürgerschaft sollte es sein, dass jeder Gartenbesitzer verantwortungsvoll mit dem vorhandenen und künftigen Baumbeständen und Pflanzungen in seinem Garten umgeht. „Natürlich muss die Stadt Steinfurt im öffentlichen Raum mit gutem Beispiel vorangehen“, fügte er ergänzend hinzu.

Wie wichtig Bäume für das innerstädtische Klima sind, sei nicht erst seit dem festgestellten Klimawandel bekannt. So fehle es nach Auffassung der Christdemokraten an Bäumen im öffentlichen Raum. Geeignete Standorte für Anpflanzungen sollten ermittelt werden und in der von der CDU beantragten Fortschreibung des Klimaschutzkonzepts Berücksichtigung finden. Die öffentlichen Standorte sollten dann auch den Steinfurter Bürgern für Baumspenden, zum Beispiel zu Hochzeiten oder Geburten, zur Verfügung gestellt werden.

Die CDU sieht sich im Ziel einig mit den Grünen, der Weg dahin sollte jedoch nicht durch paragrafenorientierte Gängelung, sondern durch Kommunikation, Motivation und Einvernehmen mit den Bürgern beschritten werden. Auch wenn Einzelbeispiele gelegentlich ein anderes Bild zeigen mögen, hält die CDU die Bürger auch im Hinblick auf Klimaschutz für so verantwortungsvoll, dass sie den Weg zur Baumpflanzung gern mitgehen.

„Durch vermehrte Vorschriften wird zudem zusätzliche Bürokratie geschaffen und der Verwaltungsapparat unnötig aufgebläht. Das will niemand, und der Bürger schon gar nicht“, wird Fraktionschef Norbert Kerkhoff in der Mitteilung abschließend zitiert. Vielmehr solle man Bürger motivieren, einen Baum zu pflanzen. Einsicht sei immer besser als Vorschrift.

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