Innovations- und Gewerbepark Steinfurt: Eröffnung ist im kommenden Jahr geplant
Start-ups erobern den Seller Esch

Steinfurt -

Noch ist es ein Vision der Stadtverwaltung, aber sie nimmt langsam, aber sicher Konturen an: Der „Innovations- und Gewerbepark Seller Esch“ soll im kommenden Jahr eröffnet werden und Start-ups Entfaltungsmöglichkeiten bieten. Entwürfe liegen vor, derzeit wird ein Änderungsverfahren für den Bebauungsplan durchgeführt. Parallel bereitet die Stadt das Ausschreibungsverfahren für einen Investor vor.

Freitag, 08.01.2021, 18:32 Uhr aktualisiert: 10.01.2021, 14:18 Uhr
Verglaste Bürofassaden zur Ochtruper Straße, viel Grün im Innenhof, großzügige Lagerflächen: So stellt sich die Stadt den Innovations- und Gewerbepark im Seller Esch in Burgsteinfurt im Entwurf vor.
Verglaste Bürofassaden zur Ochtruper Straße, viel Grün im Innenhof, großzügige Lagerflächen: So stellt sich die Stadt den Innovations- und Gewerbepark im Seller Esch in Burgsteinfurt im Entwurf vor. Foto: Ralph Schippers

Vor gut einem Jahr hat die Politik mit dem einstimmigen Beschluss, einen entsprechenden Bebauungsplan aufzustellen, die Weichen für das Vorhaben gestellt. Bis zur Eröffnung des südlich der Ochtruper Straße im Seller Esch auf einer Fläche von rund 19 000 Quadratmetern geplanten „Innovations- und Gewerbepark Steinfurt“ ist es aber auch jetzt noch ein weiter Weg. „Wir befinden uns im Bebauungsplanverfahren derzeit in der Vorbereitung der Bürgerbeteiligung“, gibt Debbie Kattenbeck den aktuellen Stand der Dinge wieder. Die städtische Wirtschaftsförderin ist zusammen mit dem Technischen Beigeordneten Hans Schröder maßgeblich an der Konzeptentwicklung des Projekts beteiligt.

Die Verwaltungsmitarbeiterin rechnet damit, dass das Planungsrecht zum Ende dieses Jahres Rechtskraft erlangt. Parallel soll das Ausschreibungsverfahren vorangetrieben werden. Denn die Stadt will sowohl Bau als auch Betrieb des Gewerbeparks in Investorenhand geben. Debbie Kattenbeck: „Wir werden bei dem Projekt natürlich stets beratend und begleitend zur Seite stehen, aber es muss letztlich für sich funktionieren.“

Das Konzept des Gewerbeparks wäre nach Meinung der Stadt nicht nur eine sinnvolle Ergänzung zu den mehrheitlich größeren Betrieben im bestehenden Gewerbegebiet Seller Esch, sondern auch zum bestehenden GRIPS an der Fachhochschule. Die Zielgruppe ist relativ breit gestreut: Als mögliche Mieter gelten Start-ups des GRIPS, denen die dortigen Platzverhältnisse zu klein geworden sind, kleine Gewerbebetriebe mit Innovationspotenzial, aber auch – und das ist neu – Dienstleister zum Beispiel aus der IT-Branche. Um den Kostendruck für die jungen Unternehmen zu minimieren, sind Serviceleistungen wie die Übernahme von Sekretariatsaufgaben oder die Nutzung gemeinsamer Arbeitsbereiche denkbar.

Hinsichtlich der konkreten Ausgestaltung der Konzeption sei man in engem Kontakt mir der Wirtschaftsförderungsgesellschaft des Kreises und den Digital Hubs in Emsdetten und Ibbenbüren, betont Debbie Kattenbeck. Zugleich arbeite ein Enscheder Architekturbüro an der Erstellung einer Infrastrukturplanung – vom Glasfaseranschluss bis hin zur Entwässerung. Auch seinem Namen „Park“ soll das Innovationszentrum alle Ehre machen: Geplant sind unter anderem eine große Grünfläche im Innenhof sowie begrünte Dachflächen.

Dass die Nachfrage nach Büro- und Produktionsräumen innerhalb eines Gewerbeparks vorhanden ist, steht für die Wirtschaftsförderin außer Frage. Daran habe auch die Corona-Krise nichts geändert, so Debbie Kattenbeck. Mit dem Einzug der ersten Mieter rechne man Mitte bis Ende kommenden Jahres.

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