Steinfurter Kunstverein blickt zuversichtlich in die Zukunft
Der Paukenschlag ist verhallt

Steinfurt -

Nach den sommerlichen Querelen ist wieder Ruhe im Steinfurter Kunstverein eingekehrt. Der Paukenschlag, mit dem Peter Weidlich im Verlauf einer außerordentlichen Mitgliederversammlung im August vergangenen Jahres nach nur einem halben Jahr im Amt seinen Hut genommen und den Vorsitz niedergelegt hatte, ist verhallt.

Donnerstag, 14.01.2021, 16:36 Uhr aktualisiert: 15.01.2021, 16:12 Uhr
Tröpfchen für Tröpfchen zu einem Kunstwerk. Fotograf Ralf Hallay fängt diese Momente mit seiner Kamera ein. Der Oberhausener ist vom Kunstverein Steinfurt eingeladen, seine „Wassertänze“ im Huck-Beifang-Haus auszustellen.
Tröpfchen für Tröpfchen zu einem Kunstwerk. Fotograf Ralf Hallay fängt diese Momente mit seiner Kamera ein. Der Oberhausener ist vom Kunstverein Steinfurt eingeladen, seine „Wassertänze“ im Huck-Beifang-Haus auszustellen. Foto: Ralf Hallay

Nach den sommerlichen Querelen ist wieder Ruhe im Steinfurter Kunstverein eingekehrt. Der Paukenschlag, mit dem Peter Weidlich im Verlauf einer außerordentlichen Mitgliederversammlung im August vergangenen Jahres nach nur einem halben Jahr im Amt seinen Hut genommen und den Vorsitz niedergelegt hatte, ist verhallt. Das zerrüttete Verhältnis zwischen ihm und einem Teil des Vorstandes und der Mitglieder war nicht mehr zu kitten. „Die Wogen sind geglättet“, erklärt Regina Hemker-Möllering, Weidlichs langjährige Vorgängerin. „Wir sind auf einem guten Weg“, erklärt sie zum aktuellen Stand der Dinge. Die Mitglieder hätten dem Verein die Stange gehalten. Was das Huck-Beifang-Haus, betrifft, sei alles geregelt, was im Hinblick auf den Vereinssitz mit der Krombacher-Brauerei zu regeln war. Das betrifft vor allem auch die notwendigen Reparaturen an dem Gebäude. Feuchtigkeit dringt durch das Dach in das historische Gebäude ein. „Das wird jetzt erledigt“, ist Hemker-Möllering froh über die Zusage des Eigentümers, die Kosten zu übernehmen. Auch die Freimaurerloge „Ludwig zum flammenden Stern“, die das Haus für regelmäßige Zusammenkünfte nutzt, bleibt dem Verein als Untermieter treu.

Zuversicht verbreitet Hemker-Möllering auch im Hinblick auf eine Neuformierung der Führungsriege. Namen will sie noch nicht nennen. Wohl aber hätten qualifizierte Kandidaten ihre Bereitschaft signalisiert, Verantwortung zu übernehmen. Sobald es die Corona-Lage zulasse, werde eine Mitgliederversammlung einberufen, um mit neuem Vorstand und Schwung Künstlern in Steinfurt Raum und Förderung zu geben, sich präsentieren und entfalten zu können. Wichtig sei, dass die Arbeit auf mehreren Schultern verteilt werde. Ein neuer Teamgeist soll sich entwickeln. Stärker als zuvor solle das Miteinander gepflegt werden. „Kreativität und Gestaltungswille sind ja ausreichend vorhanden“, merkt Hemker-Möllering an.

Sie verweist in diesem Zusammenhang darauf, dass die Vereinsaktivitäten trotz des zwischenzeitlichen Stimmungstiefs und des coronabedingten Stillstandes nicht geruht haben. Ein vorläufiges Jahresprogramm liegt bereits auf dem Tisch. Das, was 2020 abgesagt werden musste, wird nachgeholt. Darüber hinaus stehen bereits eine ganze Reihe von Ausstellungen von Mitgliedern und auswärtiger Kunstschaffender sowie Veranstaltungen und Konzerte auf der Kleinkunstbühne auf dem Zettel.

Erster Termin: bereits im März. Darüber werfen das 20-jährige Bestehen des Kunstvereins und zehn Jahre Freimaurer im Huck-Beifang-Haus ihre Schatten voraus. Beide runde Geburtstage sollen öffentlich, möglicherweise auch mit einem großen Kunstmarkt auf dem Markt, gefeiert werden. Hemker-Möllering: „Da ist noch jede Menge Bewegung im Kunstverein. Ich hoffe, wir können viele Menschen begeistern mitzumachen.“

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