Neue Bestattungsform in Steinfurt
Bislang nur Reservierungswünsche für erste Urnenstele

Borghorst -

Lange hatte der Seniorenbeirat dafür gekämpft, im Dezember hat die Stadt auf dem Friedhof Königsallee in Borghorst die erste Urnenstele aufgestellt. 2,50 Meter hoch, aus sandfarbenem Stein mit schwarz polierten Tafeln für die Namen der Verstorbenen. An jeder Seite hat die Stele vier Kammern, in denen jeweils zwei Urnen Platz finden können.

Dienstag, 19.01.2021, 16:14 Uhr aktualisiert: 19.01.2021, 17:18 Uhr
Im Dezember wurde die Urnenstele an der Königskämpe aufgestellt. Bestattungen hat es dort noch nicht gegeben.
Im Dezember wurde die Urnenstele an der Königskämpe aufgestellt. Bestattungen hat es dort noch nicht gegeben. Foto: Axel Roll

„Bislang hat es dort noch keine Bestattungen gegeben“, sagte Anne Probst als zuständige Sachbearbeiterin im Rathaus auf Anfrage. Allerdings hätten schon mehrere Bürger angefragt, ob man sich eine Kammer reservieren könne. „Das ist bislang nicht möglich“, betont Niels Heermann als zuständiger Fachdienstleiter Tiefbau. Allerdings mache man sich gerade Gedanken darüber, wie diesem Wunsch Rechnung getragen werden könne. „Das Ganze muss ja praktikabel sein, und das über Jahre“, so Heermann.

Das kosten Bestattungen in der Stele 

Seit 1. Januar sind Bestattungen in der Stele möglich. Die Gebührensatzung wurde per Dezember-Ratsbeschluss entsprechend erweitert. Demnach kostet eine Kammer für die Dauer von 30 Jahren 2160 Euro. Auf den ersten Blick kein Sonderangebot. „Allerdings fallen damit keine weiteren Bestattungskosten an“, erläutert Anne Probst. Bis auf die Gravur der Namensplatte. Somit relativiere sich der Preis. Zum Vergleich: Ein Reihengrab für 30 Jahre kostet 1390 Euro, eine Urnengrabstätte für den gleichen Zeitraum 480 Euro.

Ein Versuchsballon

Die Stele an der Königskämpe ist eine Art Versuchsballon. Damit soll der Bedarf für diese für Steinfurt neue Bestattungsform ermittelt werden. Gekostet hat der Granitstein knapp 14 000 Euro. Niels Heermann: „Die notwendigen Pflasterarbeiten konnten vom Bauhof erledigt werden.“ Zusätzlich seien zwei Bänke aufgestellt worden. Trotzdem seien die Kosten unter den angepeilten 20 000 Euro geblieben. „Und außerdem sieht die Anlage optisch auch noch gut aus“, hat der Fachdienstleiter bislang nur positive Rückmeldungen erhalten.

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