Grüne stellen Antrag auf Teilnahme am EEA
Bessere Vernetzung bei Zukunftsthemen

Steinfurt -

Die Nachbarstädte Ochtrup, Emsdetten und Greven sind ebenso wie der Kreis Steinfurt teils schon mehrfach erfolgreich rezertifiziert worden, jetzt soll auch die Kreisstadt nachziehen: Auf Antrag der Grünen-Fraktion wird der Umweltausschuss am Dienstag über die Teilnahme Steinfurts am European Energy Award (EEA) beraten.

Montag, 25.01.2021, 17:30 Uhr aktualisiert: 25.01.2021, 19:54 Uhr

Die Nachbarstädte Ochtrup, Emsdetten und Greven sind ebenso wie der Kreis Steinfurt teils schon mehrfach erfolgreich rezertifiziert worden, jetzt soll auch die Kreisstadt nachziehen: Auf Antrag der Grünen-Fraktion wird der Umweltausschuss heute Abend über die Teilnahme Steinfurts am European Energy Award (EEA) beraten. Es handelt sich beim EEA um ein europaweites Qualitätsmanagement- und Zertifizierungsverfahren für kommunale Energieeffizienz und Klimaschutz.

Nach Meinung der Grünen-Ratsfraktion stellt die Kreisstadt ihr Licht bei den durchaus beachtlichen Erfolgen und Zielen im Bereich der erneuerbaren Energien zu sehr unter den Scheffel. So verpasse es die Stadt, eine Reputation als Klimakommune und damit einem immer wichtiger werdenden weichen Standortfaktor aufzubauen. Auch um den Anspruch der Ende 2019 ausgerufenen „Steinfurter Klimaoffensive“ gerecht zu werden, sei der EEA ein sehr geeignetes Instrument, weil er auf die Verstärkung der Netzwerkarbeit setzt. Durch die Teilnahme werde es für die Verwaltung leichter, die verschiedenen Maßnahmen und Ziele des Klimaschutzes zu identifizieren und abzuarbeiten. Dies, davon sind die Grünen überzeugt, schone die knappen Personalressourcen. „Durch die Teilnahme am EEA wird eine bessere interne Organisation und Vernetzung zu den Zukunftsthemen Klimaschutz und Mobilität möglich, heißt es im von Fraktionssprecher Ludger Kannen verfassten Antragsschreiben.

Die Grünen schlagen daher vor, die Vorbereitungen dafür in die Wege zu leiten, zunächst für vier Jahre am Zertifizierungsprozess teilzunehmen. Sollte dieser von Erfolg gekrönt sein und der Award verliehen werden, könne man anschließend immer noch darüber entscheiden, eine Rezertifizierung, wie sie zum Beispiel die Nachbarstädte Greven und Emsdetten schon erfolgreich durchlaufen haben, ins Auge zu fassen.

In den ersten vier Jahren wird der EEA-Prozess von einem externen Beratungsbüro begleitet. Die Grundlage der Auszeichnung bildet ein Katalog mit rund 100 Maßnahmen, anhand dessen die Arbeit der Kommunen in energierelevanten Bereichen bewertet wird.

Kosten entstünden der Stadt für den jährlichen Programmbeitrag und sowie für besagte Beratungsdienstleistungen. Kommunen, die in den EEA einsteigen wollen, können beim Bundesumweltministerium einen Förderantrag stellen.

 

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