Bike-Park Steinfurt: Initiatoren-Trio plant neue sportliche Attraktion an der Liedekerker Straße
Bike-Spaß – umsonst und draußen

Steinfurt -

Sie sind allesamt begeisterte Mountainbiker – und sie haben Großes vor: Frank Rummeling, Julian Sparbier und Martin Großmann planen auf einem Freigelände östlich des VR-Bank-Stadions den „Bike-Park Steinfurt“. Er soll Treffpunkt für MTBler, Dirtbikefahrer und BMX-Enthusiasten der Stadt und darüber hinaus werden. Die Investitionskosten liegen im mittleren fünfstelligen Bereich. Die Bündnisgrünen unterstützen das Projekt und haben einen Antrag in die Lokalpolitik eingebracht.

Mittwoch, 27.01.2021, 13:39 Uhr aktualisiert: 28.01.2021, 09:24 Uhr
Die Initiatoren: Frank Rummeling, Julian Sparbier und Martin Großmann (v.l.)
Die Initiatoren: Frank Rummeling, Julian Sparbier und Martin Großmann (v.l.) Foto: Martin Grossmann

Bewegungspark, Skateranlage, Hundefreilauf, nicht zuletzt Stadion mit Fußballplätzen, Volleyballspielfeld und Laufbahn: Der Sportpark an der Liedekerker Straße in Burgsteinfurt besitzt hohe Attraktivität für Freizeitsportler. Jetzt soll noch ein weiterer Anziehungspunkt hinzukommen: Auf einer rund 6700 Quadratmeter großen, östlich des Volksbank-Stadions gelegenen Freifläche soll der „Bike-Park Steinfurt“ entstehen. Er soll ein frei zugänglicher Treffpunkt für Radler werden, die auf einer naturnahen gestalteten Dirtbike- und Pumptrackbahn das Abenteuer suchen. So planen es die Initiatoren Julian Sparbier , Frank Rummeling und Martin Großmann . Für das Projekt gibt es bereits Unterstützung: Die Bündnisgrünen haben einen Antrag auf öffentliche Förderung gestellt, der am 2. Februar (Dienstag) im Ausschuss für Bildung, Schule, Kultur und Sport beraten wird.

„Die Gesellschaft und die Freizeitaktivitäten ändern sich – wir glauben, dass die Zeit in Steinfurt für solch einen Bike-Park reif ist“, sagt Martin Großmann. Zunächst aus rein privatem Interesse habe er den Plan vorangetrieben, einen Rundkurs für sportliche Mountainbiker und BMX-Fahrer in der Kreisstadt zu etablieren. Und war dabei auf Frank Rummeling und Julian Sparbier gestoßen, die ganz ähnliche Ideen hatten. „Gemeinsam haben wir die Möglichkeiten abgeklopft und ein Konzept erarbeitet“, berichtet Rummeling. Er ist beim Breitensport Burgsteinfurt aktiv und Sachkundiger Bürger für die Grünen im Sportausschuss. Julian Sparbier, Dritter im Bunde, ist ebenfalls passionierter MTBler und hat eine Petition initiiert, auf der sich Unterstützer eintragen können. Nach Auslaufen sollen die Unterschriften Bürgermeisterin Claudia Bögel-Hoyer übergeben werden.

Rundkurse für BMX-, Dirtbike- und Mountainbikes schießen derzeit wie Pilze aus dem Boden. Unter anderem in Neuenkirchen, Rheine, Mettingen, Heek und Ahaus sind Anlagen in Planung beziehungsweise bereits realisiert. Auch in Steinfurt werde der Ruf nach einer solchen Freizeiteinrichtung immer lauter, berichten die Initiatoren. Dies gelte vor allem für die Jugend, aber auch die MTB-Szene in der Kreisstadt, deren Resonanz auf die Planung sehr gut sei. Mit dem Bike-Park könnte ein attraktiver Treffpunkt entstehen, der einen Gegenpol zur immer dominanter werdenden digitalen Welt bildet – ohne Konfliktpotenzial zu etwaigen Anwohnern.

Die Bahn soll nicht, wie vielfach üblich, aus Betonelementen, sondern aus Naturmaterialien mit wassergebundener Decke gebaut werden. Dies habe den Vorteil, dass Veränderungen leichter vorgenommen werden könnten. Anpflanzungen von Bäumen und Sträuchern würde das bislang brachliegende Areal, auf dem Erdaushub gelagert wird, auch ökologisch aufwerten.

Der geplante Bike-Park liegt unmittelbar am Naturschutzgebiet Bagno-Buchenberg und ist Teil der von der Fürst zu Bentheimschen Domänenkammer von der Stadt gepachteten Stadionfläche. Der zugehörige Bebauungsplan weist es als „Sportfläche“ aus.

Die Streckengestaltung soll alle Elemente enthalten, die einen sportlichen Bike-Rundkurs interessant machen: Wellen, Steilkurven, aber auch Sprungelemente. Falls der Platz es zulässt, soll auch eine kleine Strecke für Anfänger entstehen. Wichtig ist den Initiatoren, Wünsche der späteren Nutzer mit in die Planung einzubeziehen. Die Feinplanung soll mit Beteiligten vor Ort erörtert werden.

Bleibt noch die nicht unwichtige Frage der Finanzierung – und da hoffen die Initiatoren auf die Hilfe von Sponsoren, aber auch auf eine Förderung durch die Stadt und/oder eine anderweitige öffentliche Bezuschussung. Eine Muskelhypothek kann ebenso eingebracht werden. „Es haben uns bereits viele Freiwillige signalisiert, mit anpacken zu wollen“, sagt Großmann. Der Bau selbst soll indes einem professionellen Unternehmen vorbehalten bleiben. Die Kosten für einen mittelgroßen Bike-Park (Naturmaterial, 3000 Quadratmeter Größe) betragen laut ihrer Anfrage bei einer im Markt etablierten Firma zwischen 30 000 und 50 000 Euro.

Ein vorsichtiges Ziel hat das Trio bereits ins Auge gefasst: eine Eröffnung im kommenden Frühjahr. Doch bis dahin gilt es noch einige Steilkurven zu fahren, um im Bilde zu bleiben.

 

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