Organisatorischer Kraftakt im Marienhospital
Gesundheitsamt nimmt mit Hilfe der DLRG Abstriche bei rund 1000 Menschen

Steinfurt -

Offenbar ohne große Probleme ist am Dienstag im UKM Marienhospital der organisatorische Kraftakt bewältigt worden, kurzfristig rund 1000 Patienten, Ärzte, Pflege-, Verwaltungsmitarbeiter und alle, die in dem Haus Dienst leisten, auf eine Corona-Infektion zu testen.

Mittwoch, 27.01.2021, 17:10 Uhr aktualisiert: 28.01.2021, 15:30 Uhr
Mita
Mita Foto: UKM MHS

Unmittelbar nachdem sich der Verdacht erhärtet hatte, das drei Personen im Krankenhaus möglicherweise mit einer Mutation des Erregers infiziert sein könnten , war diese Untersuchung durch das Kreisgesundheitsamt veranlasst worden. Der sogenannte PCR-Test gilt als das sicherste Verfahren, das Erbgut des Corona-Virus nachzuweisen und eine Infektion festzustellen. Allerdings braucht die Analyse Zeit, bis ein Ergebnis vorliegt.

Das hat reibungslos funktioniert.

Medienmitarbeiterin Katharina Krüger

Die Mitarbeiter des Gesundheitsamtes haben dabei Unterstützung von Mitgliedern der DLRG Burgsteinfurt erhalten. Dreierteams wurden gebildet, die durch alle Stationen im Haus gegangen sind, beschreibt Medienmitarbeiterin Katharina Krüger auf Nachfrage unserer Zeitung das Abstrich-Prozedere. Geschäftsführer Dirk Schmedding dazu: „Das hat reibungslos funktioniert. Bis um 15 Uhr waren alle Patienten und Mitarbeitenden, die gestern im Krankenhaus gearbeitet haben, dem PCR-Test unterzogen.“ Sein Dank galt dem Gesundheitsamt und der DLRG für die schnelle und kompetente Hilfe. Die Teströhrchen werden jetzt vom Institut für Virologie des UKM untersucht.

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind sich über die Ernsthaftigkeit der Situation im Klaren.

Dr. Markus Eichler, Chefarzt der Interdisziplinären Notfallmedizin im Marienhospital

Wer am Dienstag nicht im Haus war, schon Dienstschluss, frei oder Urlaub hatte, ist über die Aktion informiert und dann in der Zentralen Notaufnahme abgestrichen worden. Dr. Markus Eichler, Chefarzt der Interdisziplinären Notfallmedizin im Marienhospital, schildert seine Eindrücke von der Testaktion: „Der Grundtenor ist, dass hier alle konzentriert und professionell mit der Situation umgehen. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind sich über die Ernsthaftigkeit der Situation im Klaren. Sie strahlen aber auch ein enormes Maß an Zuversicht und Respekt gegenüber den Kraftanstrengungen des Hauses und aller daran Beteiligten aus.“

Die Ergebnisse der Mitarbeitertests werden laut Krüger voraussichtlich am Donnerstagnachmittag vorliegen, die Ergebnisse der Sequenzierung erst zu Beginn der kommenden Woche.

In Kooperation mit dem WDR: "Mutiertes Coronavirus im Kreis Steinfurt? Spurensuche am Marienhospital in Borghorst"

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