Stolperstein für Pfarrer Johannes Sonnenschein
„Ehrlos, wehrlos, machtlos“

Borghorst/Ahlen -

Pfarrer Johannes Sonnenschein war über 20 Jahre lang in St. Nikomedes. Wegen seines Widerstandes gegen die Nazis während seiner Zeit als Kaplan in Ahlen wurde ihm jetzt posthum eine besondere Ehre zuteil: Vor der St. Josefskirche wurde jetzt ein Stolperstein für ihn verlegt. Von Axel Roll
Donnerstag, 04.02.2021, 19:55 Uhr
Veröffentlicht: Donnerstag, 04.02.2021, 19:55 Uhr
Oben ein Bild von der Einführung von Pfarrer Johannes Sonnenschein (l.) in Borghorst im Jahr 1958, links der Stolperstein, der für ihn am vergangenen Wochenende in Ahlen verlegt wurde.
Oben ein Bild von der Einführung von Pfarrer Johannes Sonnenschein (l.) in Borghorst im Jahr 1958, links der Stolperstein, der für ihn am vergangenen Wochenende in Ahlen verlegt wurde. Foto: Heimatverein Borghorst

Als Kaplan in Münster und Ahlen hat Johannes Sonnenschein alles daran gesetzt, die „Jugend dem nationalsozialistischen Geist fernzuhalten“, wie er selbst einmal sagte. Das ließ sich das Nazi-Regime nicht lange bieten. Am 8. März 1942 wurde der Geistliche im Ahlener Pfarrhaus von der Gestapo verhaftet, ein fast dreijähriges Martyrium im Konzentrationslager Dachau schloss sich an. Gerade ist Sonnenschein für seinen Widerstand mit einem Stolperstein vor der St.-Josefskirche in Ahlen geehrt worden.

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