Arbeiten in Steinfurter Bädern
Für Prognosen ist es noch viel zu früh

Steinfurt -

Während viele Menschen gerade darüber nachdenken, wie sie mit Lockdown und Flockdown gesund und munter durch diesen Winter kommen, denken andere schon ein paar Monate weiter an den Sommer. Wird grenzenloser Schwimm- und Badespaß wieder in Steinfurter Bädern und unter Steinfurter Sonne möglich sein? Die Antwort auf diese Frage würde einem Blick in die Glaskugel gleichkommen.

Mittwoch, 10.02.2021, 17:02 Uhr aktualisiert: 11.02.2021, 11:06 Uhr
Ob und wann ungetrübter Schwimm- und Badespaß
Ob und wann ungetrübter Schwimm- und Badespaß

Während viele Menschen gerade darüber nachdenken, wie sie mit Lockdown und Flockdown gesund und munter durch diesen Winter kommen, denken andere schon ein paar Monate weiter an den Sommer. Wird grenzenloser Schwimm- und Badespaß wieder in Steinfurter Bädern und unter Steinfurter Sonne möglich sein? Die Antwort auf diese Frage würde einem Blick in die Glaskugel gleichkommen. Und deshalb kann und will sich auch Stadtwerke-Geschäftsführer Rolf Echelmeyer , der zugleich als Chef der Steinfurter Energie- und Infrastruktur (STEIn)-Gesellschaft verantwortlich für den Bäderbetrieb ist, keine Prognosen abgeben und sich auf Termine festnageln lassen: „Dafür ist es noch viel zu früh. Ich weiß es zu diesem Zeitpunkt wirklich noch nicht.“ Ob die Einrichtungen wieder geöffnet werden können, hänge, wie derzeit überall, vom weiteren Verlauf des Infektionsgeschehens ab. Aber, so verbreitet Echelmeyer zumindest ein Fünkchen Hoffnung, sollten die Behörden den Weg in die neue Saison freimachen, seien seine Mitarbeiter auf jeden Fall auf den Startschuss vorbereitet. Die anhaltende Zwangspause habe nicht dazu geführt, die Hände in den Schoß zu legen.

Das betrifft sowohl den Standort in Borghorst als auch den in Burgsteinfurt. Was das Komibad angeht, so sind dort laut Echelmeyer in den vergangenen Wochen eine Vielzahl an kleineren und größeren Instandsetzungsarbeiten ausgeführt worden. „Wir haben alles bis in die kleinste Ecke richtig auf Vordermann gebracht“, sagt der Bäderchef. Darüber hinaus sei die Technik gewartet und seien unter anderem auch neue Pumpen installiert worden. Derzeit sei allerdings nicht daran zu denken, den Hallenbetrieb wieder hochzufahren. Das, so Echelmeyer, sei aufgrund der aktuell geltenden Corona-Schutzbestimmung mit dem vorhandenen Personal und Budget einfach nicht zu leisten. „Das kriegen wir so im Augenblick und ohne Lockerungen nicht hin“, bittet er um Verständnis.

Die Perspektive für das Burgsteinfurter Freibad sieht da schon besser aus. Dort hätten die Konzepte im vergangenen Jahr 100-prozentig gegriffen, sowohl Badegästen als auch Mitarbeitern ausreichende Sicherheiten zum Schutz vor einer Ansteckung zu verschaffen. Der dafür betriebene Aufwand sei zu verantworten gewesen. Die Resonanz der Badegäste auf die Entscheidung, die Einrichtung offenzuhalten, sei riesig gewesen, fühlen sich Echelmeyer und sein Team in ihrer Arbeit bestätigt und angespornt.

Was die Umsetzung des vierten und letzten Bauabschnitts im Freibad an der Tecklenburger Straße betrifft, so muss Echelmeyer allerdings einräumen, dass bisher mehr Zeit als gedacht ins Land gegangen ist, mit den Arbeiten zu beginnen. Dabei geht es um Fördermittel von Bund und Land und die Regeln, die beim Geldausgeben zu beachten sind. Die bürokratischen Hürden seien hoch, um sie mal eben aus dem Stand überwinden zu können, gibt Echelmeyer zu bedenken. Im November war die Überraschung groß, als 141 000 Euro und damit eine 100-Prozent-Förderung aus dem „Sonderinvestitionsprogramm zur Verbesserung kommunaler Sportstätten“ bewilligt wurden, die für das Umbauprojekt in Burgsteinfurt bestimmt waren. Viel Zeit müsse, so Echelmeyer, auf aufwendige und korrekte Ausschreibungen und Vergabe der Gewerke verwendet werden. Aber, so machte der Geschäftsführer auch klar, dafür könnten unterm Strich auch ein paar Dinge noch besser und schöner als ursprünglich geplant umgesetzt werden. Nachdem in den vorausgegangenen Jahren der Kopf des Schwimmbeckens, das Planschbecken und der Kiosk neu gestaltet worden sind, stehen jetzt die „in die Jahre gekommenen“ Duschen, Sanitäranlagen und Umkleiden für eine grundlegende Modernisierung auf dem Plan. Auch ein Mutter-Kind-Bereich soll geschaffen und die Räume barrierefrei werden. Unterstützt wird das Vorhaben durch die Stadt und insbesondere viele freiwillige Helfer aus den Reihen des Fördervereins zum Erhalt der Steinfurter Bäder. Sie sind in die Planungen eingebunden und wollen, wie in den Vorjahren, ihre Muskelhypothek in das Projekt einbringen.

Echelmeyer ist trotz des kleinen Zeitverzugs optimistisch, dass der Umbau mit vereinten Kräften bald angepackt werden kann. Wann immer die Saison in diesem Sommer eröffnet werden kann, dieses Projekt soll bis dahin auf jeden Fall abgeschlossen sein. Echelmeyer: „Glauben Sie mir, nicht nur die Badegäste auch das ganze Bäderteam brennt darauf, dass es hoffentlich bald wieder losgehen kann.“ Sie haben den Sommer trotz Schnee und Eis im Blick.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7812740?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F105%2F186%2F
Nachrichten-Ticker