Bau-, Wohn- und Sicherheitsausschuss diskutieren über eine Beleuchtung der Radbahn
Kindern ist unheimlich

Steinfurt -

Der Vorschlag der Steinfurter Grünen, einen Teil der Radbahn im Burgsteinfurter Stadtgebiet mit einbrechender Dunkelheit zu beleuchten, ist im Ausschuss für Bauen, Wohnen und Sicherheit grundsätzlich positiv aufgenommen worden. Der von der Fraktion bei der Bürgermeisterin gestellte Antrag bezieht sich auf den etwa 580 Meter langen Abschnitt zwischen der Gold- und Gartenstraße bis zum Übergang an der Ochtruper Straße in Höhe der Feuerwehr.

Freitag, 12.02.2021, 17:53 Uhr aktualisiert: 14.02.2021, 21:31 Uhr
Die Übersicht zeigt, die 14 Standorte für LED-Leuchten, die sich die Grünen auf dem Radbahn-Abschnitt wünschen.
Die Übersicht zeigt, die 14 Standorte für LED-Leuchten, die sich die Grünen auf dem Radbahn-Abschnitt wünschen. Foto: Stadt Steinfurt

Der Vorschlag der Steinfurter Grünen , einen Teil der Radbahn im Burgsteinfurter Stadtgebiet mit einbrechender Dunkelheit zu beleuchten, ist im Ausschuss für Bauen, Wohnen und Sicherheit grundsätzlich positiv aufgenommen worden. Der von der Fraktion bei der Bürgermeisterin gestellte Antrag bezieht sich auf den etwa 580 Meter langen Abschnitt zwischen der Gold- und Gartenstraße bis zum Übergang an der Ochtruper Straße in Höhe der Feuerwehr . Die Trasse dort verläuft durch einen tiefen Geländeeinschnitt und ist auf beiden Seiten der Fahrbahn stark bewachsen. Buschwerk und Bäume verdunkeln die Durchfahrt, was, so argumentieren die Grünen, unheimlich insbesondere auf Kinder wirken könne. Sowohl sie als auch Erwachsene würden diesen Abschnitt bei Dämmerung und Nachts meiden.

Die Grünen stellen darüber hinaus die Bedeutung dieses Radbahnteils für den Schüler- und Berufsverkehr auf dem Weg zum Bahnhof, zur Kreissporthalle Gartenstraße, dem Hermann-Emanuel-Berufskolleg sowie zur Bismarckschule als wichtige autofreie Verbindung innerhalb der Stadt heraus. Um die Sicherheit zu gewährleisten, sei es sinnvoll, die Strecke zu beleuchten. Eventuell sei sogar eine Weiterführung der Beleuchtung im gesamten Bereich zwischen Horstmarer Straße und Wettringer Straße eine Option, um den Radverkehr in Steinfurt attraktiver zu machen. „Die Radbahn hat da ein großes Potenzial“, führte Fraktionssprecher Ludger Kannen in der Antragsbegründung aus.

Niels Heermann , zuständiger Fachdienstleiter im Steinfurter Rathaus, hat sich mit dem Antrag und der Situation näher beschäftigt – und dabei auch mit dem Kreis Steinfurt gesprochen, der den Fünf-Sterne-Radweg auf der alten Bahnstrecke von Coesfeld nach Rheine gebaut hat. Heermann räumte ein, dass der Weg gerade bei Dunkelheit Gefahren berge. Aus diesem Grund sei der Antrag der Grünen nachvollziehbar. „Die Verwaltung steht der Sache positiv gegenüber. Aber man sollte die Situation im Gesamtkontext sehen“, gab Heermann zu bedenken, dass die zehn Kilometer Radbahn, die durch Steinfurter Gebiet verlaufen, wie die gesamte Strecke bislang grundsätzlich nicht beleuchtet ist. Vom Vorschlag der Grünen, 14 LED-Leuchten aufzustellen, riet Heermann mit Blick ab. Diese Lösung sei zwar die preiswerteste (25 000 bis 30 000 Euro), habe aber mit Blick auf die Wirtschaftlichkeit und Haltbarkeit Schwächen. Heermann favorisierte stattdessen die konventionelle Variante. Problem sei nur, dass dafür zunächst ein Stromkabel verlegt werden müsse. Die Gesamtkosten würden dann auf 45 000 bis 50 000 Euro steigen. Die komplette Ausleuchtung der Radbahn durch bebautes Burgsteinfurter Gebiet würde nach Heermanns Schätzung etwa mit 320 000 Euro zu Buche schlagen.

Der Ausschuss hat die Ausführungen zunächst einmal zur Kenntnis genommen und ist dem Antrag von Sebastian Buck gefolgt, den Tagesordnungspunkt zu vertagen. „Das klingt bisher alles ganz plausibel“, wollte der CDU-Vertreter eine Entscheidung für oder gegen die Radbahn-Beleuchtung von einer „soliden Datenlage“ abhängig machen.

Dazu soll, sobald alle mit der Pandemie verbundenen Einschränkungen aufgehoben sind, eine Verkehrsmessung angestellt werden, wie der Abschnitt von Menschen, die sich auf der Radbahn bewegen, frequentiert werden. Buck: „Dann sehen wir weiter.“

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7817242?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F105%2F186%2F
Nachrichten-Ticker