Bauhof fährt die weiße Pracht aus den Innenstädten auf den Parkplatz
Schneegebirge wartet im Bagno auf die Schmelze

Steinfurt -

Den Rest muss jetzt die Sonne erledigen: Bis zum Wochenanfang haben die Mitarbeiter des Bauhofs fleißig Schnee aus beiden Innenstädten auf dem Bagno-Parkplatz zu einem kleinen, weißen Gebirge gestapelt. Jetzt soll der angekündigte Temperaturanstieg die Berge zu Wasser schmelzen.

Dienstag, 16.02.2021, 15:28 Uhr aktualisiert: 17.02.2021, 14:06 Uhr
Auf dem Bagno-Parkplatz hat der Bauhof ein kleines Schneegebirge zusammengefahren. Das Tauwetter soll die Gipfel jetzt schrumpfen lassen.
Auf dem Bagno-Parkplatz hat der Bauhof ein kleines Schneegebirge zusammengefahren. Das Tauwetter soll die Gipfel jetzt schrumpfen lassen. Foto: Axel Roll

Und natürlich nicht nur dort. Bernd Katerkamp vom städtischen Bauhof hofft, dass sich die inzwischen gar nicht mehr so weiße Pracht im flüssigen Aggregatszustand in die Kanalisation verflüchtigt. „Aktiv räumen und abfahren, das machen wir jetzt nicht mehr“, erläuterte der stellvertretende Fachdienstleiter auf Anfrage.

In den vergangenen Tagen waren die Kollegen in erster Linie dort unterwegs, wo es nach dem Schneechaos – für hiesige Verhältnisse – vom vorvergangenen Wochenende überhaupt kein Durchkommen gab. Das war in vielen Wohngebieten der Fall, aber auch auf Parkplätzen und anderen Flächen in Borghorst wie Burgsteinfurt fuhren die Bauhof-Räumtrupps vor. Natürlich tatkräftig unterstützt von den Landwirten und Lohnunternehmern, die vom zuständigen Fachdienst Tiefbau zur Unterstützung angeheuert worden waren.

Wie viel Kubikmeter Schnee jetzt im Bagno langsam, aber sicher zu Regenwasser werden? Bernd Katerkamp kann es nicht mal schätzen. Auf jeden Fall sei da ganz schon was zusammengekommen. Die Mitarbeiter haben trotz der Schmelze ein waches Auge in den Innenstädten auf die Abflüsse. Sie sind in diesem Zusammenhang dankbar für die Anlieger, die die Gullys vor der Haustür freischaufeln, damit das Wasser seinen geordneten Rückzug antreten kann und nicht für Überschwemmungen sorgt.

So schön die weiße Pracht auch war – dem städtischen Räumdienst hat der späte Wintereinbruch alles abverlangt. „Ab Samstag, dem 6. Februar, waren wir voll im Einsatz und haben immer wieder Doppelschichten gefahren“, so Bernd Katerkamp, der sich nicht erinnern kann, dass in den letzten Jahren so viel Schnee in so kurzer Zeit heruntergekommen ist. „Darum waren wir an unserer Kapazitätsgrenze“, so Katerkamp. Alle verfügbaren Mitarbeiter seien im Dienst gewesen. Die Landwirte und Lohnunternehmer seien inden Tagen eine große Hilfe gewesen.

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