Spende in Höhe 20 045 Euro für die Aktion „Kein Kind ohne Förderung in Steinfurt“ übergeben
Verteilung nicht mit der Gießkanne

Steinfurt -

20 045 Euro sind jetzt als Gesamtbetrag im Rahmen der Aktion „Kein Kind ohne Förderung in Steinfurt“ zusammengekommen. Am Dienstag übergaben die Initiatoren einen entsprechenden Scheck an Pfarrer und Kreisdechant Dr. Jochen Reidegeld. Der Geistliche wird das Geld an die Kitas in Steinfurt weiterleiten, die darüber entscheiden sollen, welche Kinder in welcher Höhe unterstützt werden.

Mittwoch, 24.02.2021, 15:46 Uhr
Nicht ohne Stolz halten (v.l.)
Nicht ohne Stolz halten (v.l.) Foto: lem

Vor etwas mehr als einem Jahr riefen Günther Willbrand und Werner Otto die Aktion „Kein Kind ohne Förderung in Steinfurt“ ins Leben. Diese Initiative gilt als Nachfolger des Projektes „Kein Kind in Steinfurt ohne warme Mahlzeit“, das vor zehn Jahren durch Ludgera Kessler etabliert wurde.

Gleich im vergangenen Jahr sammelte die Nachfolgeaktion mehr als 7000 Euro für Jugendliche in Steinfurt. In der Vorweihnachtszeit haben die Initiatoren zusammen mit vielen weiteren Steinfurter Unternehmen einen Extra-Spendenaufruf gestartet, der jetzt die unglaubliche Summe von 20 045 Euro ergeben hat, die an die 25 Kindertagesstätten (Kitas) verteilt werden. Am Dienstag wurde symbolisch ein Scheck an Pfarrer und Kreisdechant Dr. Jochen Reidegeld übergeben.

„Wir werden kurzfristig mit den Leitungen aller Kitas sprechen, um zu erfahren, wo am meisten der Schuh drückt. Das Geld soll nicht nach dem Gießkannenprinzip verteilt werden“, betonte Reidegeld. Der leitende Pfarrer der St.-Nikomedes-Kirchengemeinde unterstrich, dass die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Kitas durch ihre engen Kontakte, am besten wissen, welches Kind es am nötigsten habe, finanziell unterstützt zu werden. „Die Erzieherinnen und Erzieher sind am nächsten dran“, so der Kreisdechant.

Günther Willbrand erinnerte noch einmal an die Erfolgsgeschichte des Vorgängers der aktuellen Aktion. Innerhalb der zehn Jahre waren mehr als 300 000 Euro gespendet worden. Nach dem am 1. August 2019 das „Starke-Familien-Gesetz“ der Bundesregierung in Kraft getreten war, mit dem Ziel, Familien mit kleinen und mittleren Einkommen wirksamer vor Armut zu schützen, löste sich der Verein auf (wir berichteten).

„Wir wollten aber weiterhin sicherstellen, dass keines der rund 1300 Kindergartenkinder in Steinfurt, die in der Übermittagsbetreuung sind, aus dem Raster fällt und ihm eine Mahlzeit ermöglichen“, hob Willbrand hervor.

Werner Otto erzählte, dass er von seinen beiden Töchtern, die als Lehrerinnen tätig seien, sehr oft geschildert bekommen habe, wie groß die Not in vielen Familien sei. „Die Bedürftigkeit ist nach wie wie vor auch in Steinfurt groß. Deshalb ist es unser ziel, die Spenden vor Ort zu verwenden“, sagte Otto.

Hermann Vortkamp konnte durch einen Aufruf in den sozialen Medien weitere Unternehmen für dieses Projekt begeistern.

Eine große Teilspende stiftete die Windparkgesellschaft Hollich. „Es kann nicht sein, dass es in Steinfurt Kindern gibt, deren Eltern sich nicht einmal eine Mahlzeit leisten können“, begründete Geschäftsführer Gerhard Göckenjan das Engagement des Bürgerwindparks.

„Bildung besteht nicht nur aus geistigen, sozialen und kulturellen Merkmalen, sondern beinhaltet auch das Merkmal der ausreichenden Ernährung“, legte Verica Doleschal die Beteiligung des Lionsclub Graf Arnold dar.

Abschließend hofften alle Beteiligten darauf, dass das Projekt „Kein Kind ohne Förderung in Steinfurt“ auch in den kommenden Jahren ein Erfolgsprojekt ist und sich künftig noch mehr Unternehmen daran beteiligen.

Das Spendenkonto für „Kein Kind ohne Förderung in Steinfurt“ lautet: DE22 4006 0265 0003 8990 01

 

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