Prinzen-Schützen haben den Shanty „Wellerman“ für ihre Zwecke umgedichtet
„Blau-weiß, ja das sind wir...“

Die Prinzen, waren – wieder einmal – allen anderen eine Schützenhutlänge voraus. Noch lange bevor der „Wellerman“ alle (Radio-)Kanäle hoch- und runter schipperte, da hatte die Clique um den Vorsitzenden Kai Laukemper den Walfänger-Song schon für ihre Zwecke vereinnahmt: „Blau-weiß, ja das sind wir, wir trinken gerne Rolinck-Bier“ – so schmettern fünf Prinzen nicht weniger stimmgewaltig als der schottische Postbote Nathan Evans, der sich gerade über die erste goldene Schallplatte aus Belgien freuen kann.

Montag, 19.04.2021, 16:38 Uhr aktualisiert: 20.04.2021, 13:50 Uhr
Die Prinzen-Schützen, hier ein Bild aus dem Archiv, verstehen es zu feiern. Davon erzählt jetzt der umgedichtete „Wellerman“.
Die Prinzen-Schützen, hier ein Bild aus dem Archiv, verstehen es zu feiern. Davon erzählt jetzt der umgedichtete „Wellerman“. Foto: ka

 

Eigentlich sollte der umgedichtete „Wellerman“ beim letzten Schützenfest der Hit werden. Aber dann kam – man kann es nicht mehr hören – Corona und der Prinzen-Shanty geriet kurzzeitig in Vergessenheit. Kurzzeitig, wohlgemerkt. Denn als klar war, dass die Schützenjacken auch in diesem Jahr in den Schränken bleiben müssen, suchte das Quintett eine andere Möglichkeit, das Seemannslied auf große Fahrt zu schicken. „Das wäre einfach zu schade gewesen“, findet mittlerweile nicht nur Kai Laukemper . Denn das auf der Homepage der Prinzen eingestellte Filmchen ist mittlerweile der absolute Blockbuster. Auch wenn er nur 1:27 Minuten lang ist.

Enrico Husham, Timo Köning, Maik und Kai Laukemper sowie Manuel Jahnke saßen vor gut einem Jahr bei einem Fläschchen der lokalen Brauerei aus dem Nachbar-Stadtteil zusammen und überlegten, mit welchem Gag man die Prinzen-Familie überraschen könnte. „Irgendeiner kam dann auf die Idee mit dem Wellerman“, weiß Kai Laukemper auch nicht mehr so genau, wie alles anfing. Das Umschreiben des Textes jedenfalls, das ist für die Fünf mittlerweile die kleinste Klippe, die es zu umschiffen gilt. „Das haben wir schon mit vielen Liedern gemacht“, berichtet der Vorsitzende. An Erzählstoff mangelt es einem lebendigen Schützenverein ja sowieso nie. Und so erzählt der Shanty vom Vogel, nicht mehr ganz nüchternen Königen und Versammlungen ohne Protokoll („weil wir sind alle voll“).

Die Rolinck-Fans mit maritimer Ader haben sich, wie gesagt, schon häufiger internationalem Liedgut angenommen. Kai Laukemper lacht: „Wenn wir die alle auf die Homepage stellen würden, hätten wir schnell keinen Platz mehr.“ Außerdem: Einige der unter dem Einfluss geistiger Getränke gedichteten Texte würden das rote FSK-Siegel „Frei ab 18“ bekommen.

 

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