Verwaltung schlägt Entgelt-Anpassungen für Nutzung der Bagno-Konzertgalerie vor
Exklusives Heiraten wird günstiger

Steinfurt -

Den ältesten frei stehenden Konzertsaal auf dem Kontinent auch für private Anlässe wie zum Beispiel Trauungen attraktiver und ihn als Werbeträger für die Stadt Steinfurt noch bekannter zu machen – das ist Ziel einer Änderung der Benutzungsordnung der Konzertgalerie im Bagno, die die Verwaltung jetzt dem Schulausschuss vorgeschlagen hat.

Mittwoch, 21.04.2021, 17:12 Uhr
die Bagno-Konzertgalerie gehört zu den ersten Veranstaltungsadressen in der Kreisstadt. Um den ältesten frei stehenden Konzertsaal Europas künftig noch attraktiver für öffentliche wie private Events zu machen, schlägt die Verwaltung eine Anpassung der Benutzungsverordnung vor.
die Bagno-Konzertgalerie gehört zu den ersten Veranstaltungsadressen in der Kreisstadt. Um den ältesten frei stehenden Konzertsaal Europas künftig noch attraktiver für öffentliche wie private Events zu machen, schlägt die Verwaltung eine Anpassung der Benutzungsverordnung vor. Foto: Hermann-Josef Pape

Wenn auch bei einigen Gremiumsmitgliedern Zweifel am letztendlichen Nutzen bestanden, so sprach sich der Ausschuss für Bildung, Schule, Kultur und Sport am Dienstag einhellig für den Vorschlag der Verwaltung aus, die Benutzungsordnung der Bagno-Konzertgalerie zu ändern. Die Anpassungen beziehen sich auf die Entgelte für Veranstaltungen, die nicht dem Bagno-Kulturkreis zuzurechnen sind. Ziel ist es, den ältesten frei stehenden Konzertsaal auf dem Kontinent auch für private Anlässe wie zum Beispiel Trauungen attraktiver und ihn als Werbeträger für die Stadt Steinfurt noch bekannter zu machen, erklärte Viola Keller, innerhalb der Verwaltung zuständig für die Bereiche Stadtmarketing und Kultur.

Stichwort Trauungen: Paare, die sich im barocken Ambiente mit entsprechender Betreuung und inklusive Bestuhlung und Blumenschmuck das Ja-Wort geben wollen, mussten für diese Exklusivität bislang tief in die Tasche greifen. 1500 Euro beträgt der aktuelle Heiratstarif. Deutlich weniger als zehn Paare per anno leisteten sich diesen Luxus. Um diese Anzahl zu erhöhen soll die finanzielle Hürde für die Traumhochzeit niedriger und künftig „nur“ noch 1000 Euro inklusive Betreuung in Rechnung gestellt werden.

Was die Vermietung für öffentliche und geschlossene Veranstaltungen anbelangt, schlägt die Verwaltung vor, die Benutzungsentgelte in Höhe von 1000 Euro (öffentliche Veranstaltungen mit Eintritt sowie geschlossene Events) beziehungsweise 800 Euro (öffentliche Veranstaltungen ohne Eintritt) künftig nicht mehr pro Veranstaltung, sondern je Veranstaltungstag zu berechnen. Ausdrücklich ausgenommen sind Vor- und Nachbereitungen.

Da in der Vergangenheit das Galerie-Foyer wenig angemietet wurde, sollen auch dort die Nutzungsentgelte angepasst werden. Für öffentliche Veranstaltungen mit Eintritt und geschlossene Veranstaltungen stehen 500 Euro Mietkosten/Tag statt bisher 600 auf der Agenda, für öffentliche Veranstaltungen ohne Eintritt 400 Euro (bisher 500 Euro).

Schlussendlich schlägt die Verwaltung vor, in die Benutzungsordnung zudem den Passus aufzunehmen, dass der Bürgermeister/die Bürgermeisterin in begründeten Ausnahmefällen oder zum Zweck von Stadtmarketingmaßnahmen Entgelte erhöhen beziehungsweise ermäßigen kann.

Auf Vorschlag des Ausschusses sollte nach zwei Jahren eine Zwischenbilanz gezogen und eventuell weitere Anpassungen vorgenommen werden. Das letzte Wort hat nunmehr der Rat, der in der kommenden Woche tagt.

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