Imkerverein macht Neulinge mit Bienenvölkern vertraut
Patenschaft zum Kennenlernen

Burgsteinfurt -

Drei Bienenvölker gibt es derzeit auf dem Gelände der Evangelischen Jugendhilfe. 2018 startete das Projekt „Imkern – wie geht das?“ Der Imkerverein Steinfurt und Umgebung stellt Anfängern einen Paten zur Seite.

Sonntag, 25.04.2021, 16:29 Uhr
Marie-Theres Schmies (l.) und Omar K. (M.), der sich auch für die Imkerei interessiert, haben eine Wabe aus einer „Beute“ herausgezogen, rechts Martin Kolka.
Marie-Theres Schmies (l.) und Omar K. (M.), der sich auch für die Imkerei interessiert, haben eine Wabe aus einer „Beute“ herausgezogen, rechts Martin Kolka. Foto: Rainer Nix

Drei Bienenvölker sind auf dem Gelände der Evangelischen Jugendhilfe Münsterland an der Kreuzstiege emsig damit beschäftigt, Honig zu produzieren. Um dem Insektensterben entgegen zu treten und Kindern die Angst vor fleißigen Bienchen zu nehmen, riefen Marie-Theres Schmies und Uwe Garner im Jahr 2018 das Projekt „Imkern – wie geht das?“ ins Leben. Als damaliges Neumitglied des Imkervereins Steinfurt und Umgebung stellte der Verein den Anfängern einen Paten zur Seite. Der erste Vorsitzende Martin Kolka begleitet die Jugendhilfe seither intensiv durch das „Bienenjahr“.

Schleuder

Beim Wettbewerb „Steinfurt summt und brummt“ konnten Gartenbesitzer die Jurymitglieder mit ihren „Paradiesen“ für Insekten beeindrucken. „Unsere Bienen-Obfrau Theresa Ludwig rief die Aktion ins Leben“, sagt der Vorsitzende. „Wir setzten sie schnell um und uns wurden zahlreiche Fotos geschickt.“ Zurzeit nimmt eine fachkundige Jury ausgewählte Gärten genauer unter die Lupe. Sponsoren stiften attraktive Preise.

Marie-Theres Schmies, Sozialpädagogin im Sozialpädagogisch betreuten Wohnen der Jugendhilfe, ist in der Imkerei mittlerweile so erfahren, dass sie mit den Bienenvölkern weitgehend allein zurecht kommt“, so Kolka. Er hielt Vorträge, begutachtete die Bienenvölker intensiv und zeigte, wie das Imkern funktioniert. „Das A und O“, betont er, „ist darauf zu achten, dass die Völker gesund bleiben.“

Gesunde Völker

Dafür brauche es eine breitgefächerte Pflanzenwelt, die das Nahrungsangebot sichere. „Nur mit einem vitalen Bienenvolk lassen sich entsprechende Ableger bilden“, sagt Kolka, „dann ist die Honigernte gesichert.“ Im Winter müsse man allerdings immer mal mit Verlusten rechnen. Pro Volk sind bis zu 40 Kilogramm Honigausbeute pro Jahr möglich. „Die Patenschaft ist eine ganz wunderbare Einrichtung“, schwärmt Schmies. Die Jugendhilfe verfügt über eine eigene Honigschleuder. Sie kam beim Frühlingshonig im vergangenen Jahr zum Einsatz, der Sommerhonig 2020 wurde zusammen mit einem Mitglied des Imkervereins gewonnen.

Jugendhilfe

„Bei der Jugendhilfe in Steinfurt gibt es verschiedene Projekte“, so Schmies. Das Bienen-Projekt ist für Jugendliche aus der näheren Umgebung interessant. „In der Vor-Corona-Zeit Zeit haben wir mit bis zu zehn jungen Menschen gleichzeitig gearbeitet, bedingt durch die Pandemie sind es zurzeit nur Einzelpersonen“, sagt sie. Im Sommer bieten wir unter anderem für das Kinderpflegezentrum ausgewählte Termine an, bei denen die Kinder Fragen stellen und auch einmal selbst eine Wabe aus den Bienenkästen, fachmännischen „Beuten“ genannt, ziehen dürfen.

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