Schüler des Hermann-Emanuel-Berufskollegs stellen im Heinrich-Neuy-Museum aus
Kunst zur Persönlichkeitsbildung

Borghorst -

Am Hermann-Emanuel-Berufskolleg werden Schüler nicht nur auf das Berufsleben vorbereitet, sondern auch in ihrer Persönlichkeit durch Kunst, Literatur, Musik und Theater gestärkt. Da trifft es sich gut, dass die Schule eine Kooperation mit dem Heinrich-Neuy-Bauhaus-Museum pflegt. Jetzt stellen Schüler dort ihre Arbeiten aus und setzten sich gleichzeitig mit dem Bauhaus auseinander.

Donnerstag, 20.02.2020, 16:29 Uhr
Ebenso wie die Schüler freuten sich auch (v.l.) Frank Ludden, Martina Rogge und Denise Diehl (HEBK) sowie Hedwig Seegers, Tochter von Heinrich Neuy, über die neue Ausstellung im Museum.
Ebenso wie die Schüler freuten sich auch (v.l.) Frank Ludden, Martina Rogge und Denise Diehl (HEBK) sowie Hedwig Seegers, Tochter von Heinrich Neuy, über die neue Ausstellung im Museum. Foto: aro

Wie können Jugendliche für ein Museum begeistert werden? Richtig, indem sie dort selbst ausstellen dürfen. Am Mittwoch begrüßte Hedwig Seegers , Vorsitzende der Heinrich Neuy-Stiftung zwei Klassen der Jahrgangsstufe zwölf vom Hermann-Emanuel-Berufskolleg, die zuvor mit ihrer Kunstlehrerin Lisa Berkemeier eine feine kleine Schau gehängt hatten.

Ein toller Abschluss

Hedwig Seegers

Als hätten sie nie etwas anderes gemacht, bewegten sich die Jugendlichen selbstsicher und neugierig auf die anderen dort hängenden Bilder und Möbel zu, die ihnen Seegers gerne erklärte. „Das ist jetzt zum Bauhaus-Jubiläum die letzte Ausstellung von Schülern. Ein toller Abschluss“, kommentierte Hedwig Seegers. In ihrer Eröffnungsrede betonte Denise Diehl, Leiterin des Hermann-Emanuel-Berufskollegs des Kreises Steinfurt, die fruchtbare Kooperation zwischen dem Heinrich-Neuy-Museum und dem Berufskolleg, die die Ausstellungen erst möglich mache. „Jetzt kommen sicher Eltern vorbei, die die Werke ihrer Kinder anschauen wollen.“

Dankbar für Kooperation

Abteilungsleiterin Martina Rogge stellte dar, dass ästhetische Bildung am Berufskolleg selbstverständlich in Kunst, Literatur, Musik und Theater präsent sei, da sie zur Persönlichkeitsbildung dazu gehöre. Nur müsse das immer wieder betont und gezeigt werden, weil Berufskollegs in der Öffentlichkeit eher auf die berufliche Bildung fixiert würden. Aber „Kunst ist Kunst, die vom Ort lebt“. In diesem Fall vom Heinrich-Neuy-Museum. Daher sei sie über die Kooperation dankbar, denn so könnten die Ergebnisse der Arbeit von Schülern im bedeutungsvollen Rahmen ausgestellt werden.

Kandinsky

Abteilungskollege Frank Ludden referierte für die erkrankte Lisa Berkemeier die wesentlichen Inhalte der theoretischen Grundlagen zum Thema Bauhaus . „Der Punkt ist der Ursprung eines Bildes. Punkt und Linie zu Fläche – diese Theorie Kandinskys haben Schülerinnen und Schüler schnell begriffen. Doch wie kommt eigentlich Farbigkeit in abstrakte Bilder? Vertraut mit der Farbtheorie von Johannes Itten hätten die Kurse des 12. Jahrganges ebenfalls diese Theorie durchdrungen und in der eigenen Auseinandersetzung mit ihren Bildern umgesetzt. Auf die Frage, ob das nur anstrengend gewesen sei oder auch Spaß bereitet habe, leuchtete manches Augenpaar auf. „Nö, hat Spaß gemacht“, war aus den Reihen der Jugendlichen zu hören. Also dann, auf zum Heinrich-Neuy-Museum.

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