Tecklenburg
Vom Marsch bis zum Rocksong

Sonntag, 09.03.2008, 20:03 Uhr

-mfs- Tecklenburg-Leeden. Unter dem Motto „Gern gesungen – gern gehört“ stand am Samstag in der ausverkauften Stiftskirche das Chorkonzert des Männergesangvereins (MGV) „Edelweiß“ Leeden . Unterstützt wurde der Chor von der Songgruppe „Musica Nova“ unter der Leitung von Juri Artamonov-Perekalsky und vom Jugendblasorchester „Die Bocketaler“ aus Brochterbeck (Leitung: Horst Erfurth ).

Während der seit Jahrzehnten bestehende MGV „Edelweiß“ eher traditionelle Werke präsentierte, überraschte „Musica Nova“ mit Rock und Pop. Die „Bocketaler“ bildeten die Schnittmenge mit sowohl volkstümlichen als auch modernen Melodien.

Begleitet von dem populären Marinemarsch „Gruß an Kiel“ des sächsischen Militärmusikers Friedrich Spohr, gespielt vom Orchester, betraten die Sänger der beiden Chöre die aufwändig dekorierte Bühne.

Der langjährige Vorsitzende des MGV, Hagen Walkenhorst, richtete einige Worte an das Publikum, unter dem sich Bürgermeister Wilfried Brönstrup und Pfarrer Heinz Gaiser befanden. Anschließend begann die vielköpfige Gruppe das Konzert mit dem wehmütigen Stück „Die Glocken von Isolabella“ von Otto Groll und dem traditionellen russischen Volkslied „Herrlicher Baikal“ nach Heinz Buchold. Hagen Walkenhorst und Wolfgang Ebert sangen die Soli. Heinz Reuschel begleitete „Edelweiß“ auf dem Klavier.

Die überwiegend weibliche Gruppe „Musica Nova“ folgte mit dem bekannten Lied „Yesterday“ von den Beatles . Trotz anfänglicher buchstäblicher „Unstimmigkeiten“ sorgte das Stück dank des vielstimmigen Gesangs für ein völlig neues und beeindruckendes Klangerlebnis. Leiter Artamonov-Perekalsky begleitete die Sängerinnen und Sänger auf dem Klavier. Im nachfolgenden gefühlvollen „How fragile we are“ von Sting spielte er sogar ein Solo.

An Klanggewalt war natürlich das Jugendorchester nicht zu überbieten. In das aufwändige Stück „Choral and Rock-out“ von Ted Huggens war jeder einzelne der jungen Musiker einbezogen worden. Besonders beeindruckend waren die Soli von Saxophon und Trompete und deren Übergänge zum Vollorchester- Spiel.

Nachdem Martin Benzmann mit seinem Pfeifsolo im Chorstück „Lachende Welt“, wiederum von Otto Groll, inszeniert vom MVG „Edelweiß“, für Erheiterung gesorgt hatte, bereitete das Orchester die Zuhörer mit dem feierlichen „Concerto Dynamico“ des Belgiers Johan Nijs schon auf die nachfolgenden Ehrungen langjähriger Mitglieder des Gesangvereins vor. Diese wurde vom zweiten Vorsitzenden des Sängerkreises Nordwestfalen, Ulrich Janetzki, vorgenommen. Geehrt wurden Konrad Sacher und Vorsitzender Hagen Walkenhorst für jeweils 50 Jahre Mitgliedschaft und Karl-Heinz Kellner für 60 Jahre Mitgliedschaft im Chor. In seiner Rede betonte Janetzki die Wichtigkeit der Freude am Singen in Zeiten, „in denen die Technik und der Computer unser Leben bestimmen“. Er lobte die Sänger für ihr Engagement und verlieh ihnen jeweils eine Ehrenurkunde.

Im Anschluss an die Ehrungen stärkten sich Musiker und Zuschauer im Stiftshof, bevor der zweite Part des musikalischen Programms folgte. Dieser schien dem Thema „Musical“ gewidmet zu sein: „Musica Nova“ sangen „Hello Dolly“, Musicalmelodien von Jerry Herman, und das Orchester spielte unter anderem ein Abba-Revival-Musical-Medley sowie das Stück „Jesus Christ Superstar“ aus dem gleichnamigen Musiktheaterstück.

Der MGV „Edelweiß“ dagegen hielt sich weiterhin an bekannte traditionelle Stücke. So lobten sie zum Beispiel den „Chiantiwein“ in dem berühmten Stück von Ralph Maria Siegel.

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